OEAV, Lizumer Hütte
Oesterreichischer Alpenverein

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Lizumer Hütte, 2.019 m Kategorie I , Ausgezeichnet mit dem Umweltgütesiegel

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Liebe Selbstversorgungsgäste - Bitte einfach zum Nachdenken!


Selbstversorger laden wir herzlich ein, sich in unserer preiswerten und reichhaltigen Speisekarte zu orientieren und sich von unseren Angeboten überzeugen zu lassen!


Lizumerhütte wie Glungezerhütte verfügen über keinen Selbstversorgerraum, daher müssen im Fall des Falles leider zusätzlich zum Infrastrukturbeitrag (2.50 €) die Heizungsgebühr (auch im Sommer für Trockenraum und Gaststubenbenützung) und der Wasser-Euro eingehoben werden. (laut Beschluss der OeAV-Sektion Hall in Tirol!).

Bitte zu bedenken: Eine WC-Spülung  (Wasser inklusive Abwasserentsorgung, Infrastrukturkosten, Investitionen, Entkalkung und Instandhaltung) kostet eine Schutzhütte 5 Euro!
Danke.


"Hütten, die sich jeder leisten kann"
Die Lizumerhütte und die Glungezerhütte dienen der Nächtigung und dem gemütlichen Aufenthalt von Trekkinggehern, Skitourengehern, Bergsteigern, Schneeschuhwanderern, Tagesausflüglern etc..

Niemand braucht hier zu verhungern oder wird "ausgebeutet". Die Hüttenpreise für Nächtigung, Halbpension etc. sind sehr günstig. Ein Bergsteigeressen für AV-Mitglieder kostet 6.90 €, - das ist billiger als teure Selbstverpflegung vom Supermarkt aus fernen Gegenden heraufzuschleppen - und auch fairer gegenüber den Wirtsfamilien, die ausschließlich von den Einnahmen des Hüttenbetriebs, von Ihrer Einkehr und Ihrem Aufenthalt ganzjährig leben und alle Ausgaben für den Betrieb bestreiten müssen.

Und auch fair gegenüber der Hütten besitzenden AV-Sektion Hall, die aus den Einnahmen der Hütten die notwendigen Investitionen finanzieren muss (ca. 800.000 € nur in der Lizumerhütte), die wiederum den Gästen zu gute kommen.


Liebe Gäste!
Unsere Wirtsfamilien in der Lizumerhütte und in der Glungezerhütte können Sie sehr gut und sehr preisgünstig mit Halbpension, einem ausreichenden Bergsteigeressen für AV-Mitglieder bzw. à la carte verköstigen. Der OeAV Hall ist bestrebt, dass die Hütten bestmöglich geführt und die Gäste mit heimischer Kost sehr gut und sehr preiswert verköstigt werden.


Ein Bergsteigeressen um 6.90 €
kommt Sie billiger als irgendeine Jausenverpflegung, die Sie aus dem Supermarkt in fernen Gegenden heraufschleppen müssen. Konsumation dient auch der Stärkung der heimischen Betriebe, einschließlich der Hütte.

Die AV-Sektion Hall ist bei Nächtigungspreisen bewusst sehr günstig.
Aus Pachteinnahmen und Nächtigungserlösen muss die Hütten besitzende Sektion Hall die laufenden Instandhaltungen und die anstehenden größeren Investitionen finanzieren.


Lizumerhütte: Neue Zimmer und Lager, neues Stiegenhaus und Brandschutzmaßnahmen, Sanitärerneuerung, Trockenraum, Heizung, etc.

Uns sind alle Gäste gleich willkommen.


Würden aber alle Gäste die Hütte ausschließlich als Selbstversorger nutzen wollen, wäre ein für die Sektion wirtschaftlich vertretbarer Hüttenbetrieb nicht mehr möglich, wozu jede Sektion laut Alpenvereins-Satzung (DAV und OeAV) verpflichtet ist - und die Hütte müsste geschlossen werden. Bitte auch das zu bedenken.


Wir danken
daher sehr für Ihre Einkehr, Ihren Aufenthalt und Ihr Verständnis und freuen uns auf ein Wiederkommen und Ihre Weiterempfehlung!

Lizumerhütte und Glungezerhütte der OeAV Sektion Hall in Tirol

Gerald Aichner, Landesvorsitzender Tirol des Oesterr. Alpenvereins
av-hall@glungezer.at


Zur KRITIK im Forum München-Venedig.de


Liebe München-Venedig-Kolleg/innen!

 

Kritik sollte fair bleiben, auch die Gegenseite hören, bei der Wahrheit bleiben – und konstruktiv sein, „weil das Bessere der Feind des Guten ist“.
Daher einige Anmerkungen, im Sinne eines konstruktiven Dialogs:

  • Für Fehler in der Kommunikation entschuldigt sich der Wirt
  • Lizumerhütte eine der drei besten Hütten München-Venedig
  • Lizumerhütte eine Vorzeigehütte von OeAV und DAV
  • Lizum ist kein Campingplatz,  kein Liftgebiet, kein Kasernengelände
  • AV-Hütten sind a priori keine Selbstversorgerhütten

 

Diese Anmerkungen fallen leider im Detail etwas länger aus, weil manches an Anschuldigungen, Halbwahrheiten und Unterstellungen subjektiv ist und man auch die Kehrseite hören bzw. kennen sollte.

 

Wenn sich der Wirt im Ton vergriffen hat, will er sich hiermit herzlich entschuldigen.

Der Alpenverein will ganz klar, dass der Gast „König“ ist, sofern er sich auch als Gast verhält. Aber dazu gibt es von Seiten des Alpenvereins  nur sehr wenig Klagen, die sich meist nach einer gewissen Aufenthaltsdauer gütlich klären. Das Hüttenteam arbeitet sehr gut und freundlich und ist sehr bemüht, wie sonst könnte die Lizumerhütte von den Mü-Ve- Begehern zu einer der drei besten Hütten auf diesem Trip tituliert werden.

Von einzelnen unqualifizierten Generalbeschuldigungen, die nicht genau nachvollziehbar scheinen, lassen wir uns den guten Ruf der Hütte nicht vermiesen. Verbesserungen steht der Alpenverein nicht im Weg.

 

Sperrgebiet

Die Lizum "verdankt" ihren Truppenübungsplatz TÜPl der Deutschen Wehrmacht, den Nazis, die unbedingt in der Lizum Krieg trainieren mussten. Die Lizum ist heute kein übliches Kasernengelände. Die jetzigen Soldatenunterkünfte (1983) sind örtlich traditionelle Steinbauten mit Schindeln. Am meisten schießen heute die Gebirgsjäger aus Deutschland. Das österr. Bundesheer ist sehr entgegenkommend gegenüber Bergwanderern, Tourismus wie Almwirtschaft.

 

Lizum ist kein Skiliftgebiet, im Sommer ist kein Lift in Betrieb, sondern eines der wenigen kaum erschlossenen Gebirgsgebiete. Es gibt keinen Sessellift, bei einem Schlepper stehen nur die Stützen. Im Winter werden zwei kleine Schlepper fallweise (selten) von Soldaten benützt.

 

Hüttensanierung

Die „alte Lizumerhütte“(bis 2006) war in vielerlei Hinsicht eine „unzeitgemäße Bude“, daher auch von den Gästen nicht mehr  gerne besucht.

Falsch ist, dass es in der Lizumerhütte im Schankraum zieht. Alle Fenster im Altbau wurden 2008/09 durch modernste, dreiglasig isolierte Lawinenschutzfenster ausgetauscht. Die Hütte ist wärmer denn je.

 

Generalsanierung und Erweiterung haben die Hütte zu einer der „Vorzeigehütten“ gemacht, wie das DAV und OeAV durch das „Hüttengütesiegel“ bekundeten. Sie wird um ein Vielfaches mehr aufgesucht, von den Gästen sehr gut angenommen, worüber sich der AV sehr freut, aber auch bedankt.

 

Allerdings gibt es auch Leute, die eine AV-Schutzhütte mit ihren Gepflogenheiten und großen Erschwernissen am Berg, mit einer „Herberge“ im Tal oder auch mit einem Hotelbetrieb verwechseln. Und nicht erkennen bzw. anerkennen, was es heißt, das ganze Jahr über, auf 2000 m und mehr, allen Gästen ein guter Gastgeber sein zu wollen.

Die „Musikberieselung“ auf Hütten will die AV-Sektion Hall auch nur sehr gedämpft betrieben wissen. Wenn’s mal zu laut sein sollte, kann man leiser drehen.

 

Hüttentest

Die Lizumerhütte ist laut Hüttentest (JDAV) mit den allermeisten Testurteilen die siebtbeste aller Hütten, im OeAV die am besten bewertete. So viele Hüttentester können wohl schwer irren. Die Kommentare und die Testnote 1,37 sprechen für sich.

Die Lizumerhütte beherbergt jährlich mehrere tausend Skitourensportler, Bergwanderer und Trekkinggeher, aus vielen Ländern, die die Hütte, den Aufenthalt und die Wirtsleute  uneingeschränkt loben. Auch Stefan Lenz meint unter - http://www.weitwandern.de/?p=115 - „er wisse nicht, was man besser machen könnte“.

 

Lizum ist kein Campingplatz

Faktum ist ferner, dass in Tirol sowohl im Naturpark Karwendel als auch am TÜPl Lizum campieren nicht erlaubt ist. Wer sich über diese Verordnungen hinwegsetzt, muss auch eine (gut gemeinten) Hinweis, ansonsten einen Platzverweis hinnehmen, ohne sich darüber zu beschweren.

 

Selbstversorgung

Dazu einige Gedanken zur Bewusstseinsbildung, weil es auch unter AV-Mitgliedern kaum bekannt ist:

Die Alpenvereine betreuen in Tirol ca. 240 Hütten und 10.000 km alpine Wege und Steige und machen erst dadurch das Gebirge für tausende begehbar. Dazu haben die Alpenvereine auch Hüttenregeln gemeinsam beschlossen. Würden sich mehr als 25 Prozent der Hüttengäste nur selbst versorgen, müssten 90 Prozent der Hütten in Tirol sofort von den Sektionen gesperrt werden, weil sie wegen ihrer Minus-Ergebnisses nicht mehr zu bewirtschaften und nicht mehr finanzierbar wären. Für das Finanzamt wären sie kein Wirtschaftsbetrieb mehr, sondern nur noch Hobby.

 

Es kann auch nicht so sein, dass  nur die eigenen Mitglieder einer hüttenbesitzenden AV-Sektion für alle Leistungen für eine Hütte aufkommen, die andere und die Allgemeinheit konsumieren. Der AV-Mitgliedsbeitrag deckt ja  in keiner Weise die Unkosten, die den hüttenbesitzenden Sektionen aus ihren Hütten entstehen, sondern berechtigt zum vergünstigten Nächtigen. Der AV-Mitgliedsbeitrag ist kein Beitrag zum Hüttenbetrieb und zu den Hüttenbetreiberkosten. Das ist keine Interpretation, sondern Stand der Tiroler Hüttensektionen.

 

Beispiel: Die hüttenbesitzende Sektion Hall betreibt mit ihren 3000 Mitgliedern neben der Lizumerhütte noch zwei weitere Hütten; also erhalten und finanzieren je tausend Mitglieder je eine Hütte, die alle anderen benützen können. Wobei eine Hüttensanierung 600.000 bis eine Mio Euro kostet (DAV-Taschachhaus war noch um vieles teurer), die von den hüttenbesitzenden Sektionen zu berappen sind, wobei sich Sektionen bzw. ihre Mitglieder große Schulden auflasten. Wer rechnen kann, der rechne mal nach.

 

Es ist weithin unter AV-Mitgliedern unbekannt, dass die Einnahmen aus den Hüttennächtigungen an die hüttenbesitzende Sektion fließen, wovon Investitionen, Hüttenerhaltung, teils Betriebskosten und Schulden finanziert werden müssen; dem Hüttenpächter bleiben die Einnahmen aus „Küche und Keller“.

 

Daher ist es absolut im Interesse der AV-Mitglieder der hüttenbesitzenden Sektionen wie auch der Hüttenpächter, dass über die Konsumation in einer Hütte ein entsprechender Ertrag erwirtschaftet wird. Daraus sollten, nach Abzug aller Aufwendungen, die Hüttenpächter ein überlebensfähiges Einkommen für das ganze Jahr erwirtschaftet haben. Dieser Grundsatz deckt sich übrigens vollkommen mit den AV-Statuten und der Hüttenordnung von DAV und OeAV, wonach „Hütten nach wirtschaftlichen Kriterien zu führen sind“ -  also weder als Hobby noch lediglich aus den Mitgliedsbeiträgen einer einzelnen hüttenbesitzenden Sektion.

 

Es scheint, so gesehen, nachvollziehbarer oder verständlicher zu sein, wenn sich Hüttenwirte bemühen (müssen) – gedeckt von den hüttenbesitzenden Sektionen – ihre Gäste aus ihrer Küche gut bekochen oder „verwöhnen“ zu wollen, zu versuchen, die Hüttengäste gastfreundlich zur Konsumation einzuladen. Daran ist nichts Verwerfliches und Verbotenes zu erkennen.

Und ist auch nicht im Widerspruch zu den Selbstversorger-§§ in der Hüttenordnung.

Eine WC-Spülung: 5 Euro

Investitionen, Hüttenerhaltung, Betriebskosten sind am Berg oft um das drei bis fünffache höher als im Tal. Noch dazu haben sich diese Kosten in den letzten 15 Jahren um 40 Prozent erhöht.

Ein Beispiel, nach einer exakten Kostenberechnung des AV-Hüttenreferats: Eine einzige Klospülung auf alpinen Hütten kostet (inkl. Wasser- u. Abwasserkosten, Trinkwasserleitung und Abwasserleitung bzw. Kläranlage) bis zu fünf (!) Euro.  Kosten für 1 KW/h Strom bis zu 4 Euro!

Daran denkt wohl niemand, muss er auch nicht, wenn er „Gast“ ist. Aber nachdenken darf man schon, was es heißt, wenn ein Gast alles selbst mitbringt und verzehrt, im Zuge einer Nächtigung  mindestens dreimal das WC benützt. Von der Müllentsorgung gar nicht zu reden, weil trotz aller Beteuerungen viele Hüttengäste ihren Talmüll doch auf den Hütten unter den Matratzen zurücklassen.

 

Der „Infrastrukturbeitrag“ eines Selbstversorgers, um sich von der Konsumation zu befreien,  ist mit 2.50 € (seit 2007 ohne Index) geradezu lächerlich und nicht diskussionswürdig. Oder glaubt wirklich jemand, dass eine Gruppe von sieben Selbstversorgern, die als einzigen Verzehr den ganzen Hüttentag und Abend, eine einzige 7/10 li Flasche Wein gemeinsam trinken, also pro Kopf ein Zehntel Wein (das es sonst in der Gastronomie gar nicht gibt), sonst nichts, dass damit der Begriff von „Konsumation“ lt. §§ HüO „erfüllt“ oder nicht doch provozierend „umgangen“ wird – was zwangsläufig zu „Diskussionen“ mit dem Wirt führen muss. Kann man unter „Konsumation“ nicht eher Suppe, Bergsteigeressen oder ähnliches meinen? Es kommt halt immer auf das „Maß“ an.

 

Suche nach Lösung

Ich setzte mich stark in der gemeinsamen DAV-OeAV-AVS Arbeitsgruppe Hütten dafür ein, diese Problematik zu verbessern, zu entschärfen, vernünftig für Mitglieder und hüttenbesitzende Sektionen zu lösen, auf dass alle Hütten-Gäste und -Beteiligten zufrieden sein und ihre Hütte genießen können.

 

In der Hoffnung, weiterhin zufriedene Gäste auf unseren Alpenvereins-Schutzhütten begrüßen zu können

Gerald Aichner

Karwendel – Venediggeher

OeAV Landesvorsitzender Tirol

av-tirol@glungezer.at


Zur Kritik von Thorsten: "Die Hütte wurde kaputtsaniert"


Hallo Thorsten!

Jeder darf seine Meinung haben, deine Behauptung zur Hütte ist höchst subjektiv und zeigt von großer Unkenntnis. Damit sich aber künftige Hüttengäste objektiv informieren können, hier einige Fakten:

Du irrst, die Hütte ist weder riesig noch ein „Hotel“, sie hat nach der Sanierung nicht mehr Betten als vorher.

Im alten Zustand wäre die Hütte ohne Sanierung behördlich gesperrt worden. Zimmerlager, Küche, Feuchtigkeit, Hygienevorschriften, Brandschutz, Lawinenschutz etc. entsprachen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, aber auch nicht mehr den Wünschen der Hüttengäste.

 

Der Hüttenaltbestand hatte keinen Keller, daher waren die Mauern feucht. Nun gibt es einen Untergeschoss mit Vorratsräumen, einen Schuh- u. Trockenraum (bisher ein großes Manko) und zwei Zimmerlager.

Weil ein Neubau neuen technischen Vorschriften unterliegt, mussten alle Fenster als neue Lawinenschutz-Sicherheitsfenster eingebaut werden.

Auch wurden div. Wandstärken für die Betonmauer im Fundament und EG vorgeschrieben. Um das Hüttenbild zu erhalten, haben wir freiwillig die Mauer rund ums EG wieder als Natursteinmauerwerk aufgeführt, um das um das originale Hüttengesamtbild zu erhalten.

 

Den Hüttengästewünschen nachkommend,  gibt es nun kleinere Zimmer mit Waschbecken, kleinere Zimmerlager, Trockenraum, Duschen - kurz alles, was die Gäste stets urgiert haben und nun einfach auch auf einer einfachen Hütte verlangen und genießen. Übrigens wurden im Altbestand der fast 100-jährigen Hütte  die alten Original-Gaststuben komplett erhalten, auch als Zeichen der Wertschätzung gegenüber Handwerkern und Bauleuten vor 100 Jahren!

 

Im Altbestand gab es keine ordentliche Pächterwohneinheit und keine Zimmer für das Personal, keine WC und keine Duschen. Das wäre heute nicht nur behördlicherseits nicht mehr erlaubt, sondern haben wir selbst als den Hüttenleuten und dem Hüttenteam gegenüber als unzumutbar gefunden. Sie wohnen schließlich fast zehn Monate dort.

Auch wurden Fluchtstiegenhaus, Brandschutztüren mit einer gewissen Mindestbreite etc. vorgeschrieben. (Das wird allen Hütten nun vorgeschrieben)

 

Was die „Selbstversorgerei“ angeht, hab ich meine eigenen Erfahrungen, da ich laufend auf unseren Hütten in Tirol und Südtirol/Italien unterwegs bin und von vielen Hüttenwirten, von hüttenbesitzenden Sektionen, aber auch von AV-Mitgliedern darauf angesprochen werde, die diese §§ mit Infra-Beitrag als in der Praxis nicht für vernünftig und friktionsfrei zu handeln erachten.

Es geht nicht darum, dass jemand, der wenig Geld hat, für sich sparsam  mit seinem Geld umgehen muss. In solchen Fällen gibt’s von vielen Wirtsleuten gerne kostenlos eine Suppe.

 

Ärgerlich ist vielmehr die organisierte Selbstversorgerei in Gruppen aus Gedankenlosigkeit, wo die einzelnen Leute rucksackweise Fressalien und Alkoholika mitschleppen oder sich gar vom Hüttenwirt mit der Seilbahn bringen lassen, gleich für mehre Tage Hüttenaufenthalt, im Endeffekt im Tal um nix billiger einkaufen als ein Bergsteigeressen oder ähnliches, aber dann auf den Hütten plötzlich „sparen“ müssen. Und auch noch in den Zimmern kochen und Alkoholika konsumieren und den Restmüll einfach irgendwo deponieren, sei es auch unter den Matrazen. Und auch zum Nulltarif sich heißes Wasser aus den Duschen besorgen, um zu kochen…

All das sind unerfreuliche Auswüchse des Selbstversorgens, die einer „mitgliedergerechten, kundenfreundlichen Lösung“ bedürfen.

Deinen Einzelfall soll der Hüttenwirt klären, es war sicher kein gutes handling.

 

Auch von DAV-Hütten ist solches schon an mich schon herangetragen worden. Von Friesenberghaus und Tissihütte, die ich selbst kenne, hab ich auch schon anderes gehört.

Weil es letztlich nicht klar geregelt ist, und  die Alpenvereine die Regelung vor Ort dem Wirt überantwortet haben, was ein Unding ist. Das Regelwerk ist ungenau und reformbedürftig.

 

Wenn es den großen Alpenvereinen die „Selbstversorgerei“ so ungemein wichtig ist, sollen sie die hüttenbesitzenden Sektionen mit einem Pauschalbetrag entlasten. Denn wie kommen einzelne Sektionen, die die Last einer Hütte aus Solidarität für die Gesamtvereine auf sich nehmen, dazu, den Bonus für einzelne Mitglieder oder die Mitgliedervorteile für alle, allein zu tragen, mitzufinanzieren? Das kann mir keiner glaubhaft erklären und kann mich niemand ausargumentieren.

Mit herzlichem Alpenvereinsgruß

Gerald