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Karstfahrt "Val Rosandra" am 15.10.2016 (Karstfahrt "Val Rosandra" am 15.10.2016)

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Karstfahrt "Val Rosandra" am 15.10.2016

Karstfahrtzoom
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Der Naturpark „Val Rosandra“ ist eines der schönsten landschaftlichen Highlights des Triestiner Karstes. Und wie freuten wir uns, diesen letzten italienischen „Karstzipfel“ kennenzulernen. Wir, das waren Berg- und Naturbegeisterte vom Oberen und Unterem Gailtal, dem Gitschtal und Spittal bis Villach. Doch der „osmer fvg“, der friulanische Wetterdienst, zeigte dunkle Wolken mit heftigen Regen und Blitzen.

Absagen oder nicht? Absagen oder nicht? Und als die ersten ins „Sprungtuch“ sprangen, mußte eine Entscheidung getroffen werden. Der, der Himmel und die Erde gemacht hat, der die Gestirne lenkt, sollte der nicht die Wolken umlenken können und etwas Sonne scheinen lassen? Wir fahren!! Und wie erlebten wir während der Fahrt, wie Gott Menschen gebraucht, die uns in unserer Entscheidung stärkten, nicht das „Notprogramm“ zu aktivieren, sondern den Blick zum Ziel zu richten. Der „Wetterdienst Andreas“ hat uns in seiner Durchsage aus Hermagor weiter hoffen lassen. Ja, am Abend vorher meldete sich Pf. Beham mit der guten Nachricht, dass die Wetterfront sich zu drehen beginnt.

Angenehm schaukelte der Spittaler Reisebus die „AVler“ weiter und weiter. Oberhalb der Triestiner Industriezone, es war bei der Ausfahrt aus einem Tunnel, prasselte der Regen derart heftig auf den Bus, daß wir am liebsten gleich umgedreht hätten. Dann, wenige Minuten später kam unser Ausgangspunkt, „Bagnoli della Rosandra“, in Sicht.

„Heli, warten wir noch, es wird bestimmt besser!“, meinte mein Schwager. Und es lohnte sich.  Keiner wurde während der Tour auch nur einen Tropfen nass. Im Gegenteil, wir wurden „überschüttet“ mit Sonne, Sonne, Sonne und blauem Himmel.

Und was wäre so eine Karstwanderung ohne „unseren“ Lois. Schon im Bus erzählte er uns über die geschichtlichen Zusammenhänge und Sprachen im friulanischen Gebiet, und jetzt auch einiges bei unserer ersten „Wegstation“, dem Kirchlein „S. Maria in Siaris“. Von dort wanderten wir schwitzend – auch die letzte Damenstrumpfhose verschwand im Rucksack – hinüber zum Örtlein „Bottazzo“, haarscharf an der slowenischen Grenze gelegen. Uralte, zum Teil verfallene Häuser im Buschwerk, wie in einer Räubergeschichte.

Der Aufstieg auf den M. Stena ist steil und etwas kräfteraubend und der arme Lois hatte mit seiner Verkühlung zu kämpfen. Doch dann auf 442 m Höhe: was für eine Aussicht nach Triest und zum Meer. Welch ein schönes „Fleckchen“ Erde. Ausgiebig genossen wir diese Gipfelrast.

Nach dem Abstieg über S. Lorenzo zur Ref. Premuda, dem tiefst gelegenen Alpenvereinshaus, erwartete uns in Padriciano Kulinarisches aus der Region mit eigenem Wein aus dem Karst. Was für ein schöner Abschluss. Was für ein gesegneter Tag.

Bericht: Heli Gangl
Fotos: Maria Michor, Bärbel Huber und Hermann Verderber

 
 
 

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