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Karstwanderung am 19.10.2013 (Karstwanderung am 19.10.2013)

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Karstwanderung am 19.10.2013

Karst
Karst

Die Karstfahrt, unter der bewährten Führung von unserem Lois Marka, ist nun schon ein bisserl Tradition geworden. Wir alle freuten uns, wieder die herbstliche Karstatmosphäre genießen zu können.

Unser erstes Ziel war die Timavo-Quelle in San Giovanni al Timavo.  Hier tritt der legendäre Timavo, ein unterirdischer Karstfluss slowenischer Herkunft, an mehreren Stellen aus dem Boden. Der Timavo, slow. Timava, stellt nur die Fortsetzung eines langen unterirdischen Wasserlaufes dar. Es ist dies die Reka, die in den Grotten von Skocjan in Slowenien in der „Unterwelt“ verschwindet, um auf einer Länge von mehr als 40 km den Karst zu unterqueren. Lois wies auch darauf hin, dass hier das Trinkwasser für Triest aufbereitet wird. Sogar aus dem Kirchenboden der unmittelbar in der Nähe stehenden gotischen Kirche sprudelt das herrliche klare und kalte Karstwasser.

Nach den interessanten Ausführungen genossen wir die warmen Sonnenstrahlen, und einige den geliebten Cappuccino oder ein Gläschen Rotwein im Hafen von Villaggio del Pescatore. „Ach“, sagte die Anneliese, „fährt ihr nur weiter und holt mich später wieder ab, das taugt ma da“, und streckte die Arme genießerisch in die Höhe, obwohl ein häßliches großes Bauwerk zum Teil die Sicht auf das offene Meer versperrte.

Erst im 18 Jahrhundert mit dem Aufstieg von Triest, so erzählte uns Lois, begann der Niedergang des Hafens von San Giovanni, der mit der vollständigen Zerstörung im  1. Weltkrieg seinen Abschluss fand. Bei der Bombardierung der Ortschaft blieb kaum ein Stein auf den anderen, selbst der Friedhof wurde vollständig ausradiert. Alle Gebäude die wir hier sehen, sind alles Neubauten.

Rupingrande (Repen), unserem Ausgangspunkt für die Tour auf den Monte Lanaro, war nach dem Meeresabstecher bald erreicht und nach einem kurzen Besuch in einem alten Karsthaus tauchten wir ins Karstgebüsch. Nach ca. 1,5 Stunden gemütlichen Wanderns tauchten wir wieder auf und genossen den Rundblick. Leider fehlten uns hier die wärmenden Sonnenstrahlen.

Das Agritourismo in Sagrado war nach knapp einer Stunde Abstieg erreicht und bei Wein und Kost neigte sich dieser Samstag dem Ende zu. Bald „schaukelte“ uns der „Prünsterkomfortbus“ in Richtung Heimat. Danke für das „kutschieren“ und danke natürlich unserem Lois für die ausgezeichnete Führung.

 

Helfried Gangl

 
 
 

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