Nachdem der Sommer uns so manche Tour verwaschen hat, hat uns der Herbst mehr als zufriedenstellend entschädigt. So hoffe ich, dass jeder schöne Wanderungen und Touren unternommen hat und davon wieder gesund heimgekehrt ist.
Als ich diese Zeilen Ende November verfasst habe, war noch immer keine Aussicht auf Schnee. Die erste Veranstaltung in dieser Richtung hatten wir jedoch schon hinter uns und so beschäftigen wir uns, wenn auch nur theoretisch mit Schitouren und deren Vorbereitungen. Deshalb rufen wir alle Interessierten auf, unsere Kurse zur Vorbereitung und LVS-Ausbildung zu besuchen.
Wir möchten anschließend noch auf einige sehr wichtige Aspekte und Informationen hinweisen, die Euch die Entscheidung, die "richtige" Schitour für Euch zu finden und mitzugehen ein wenig erleichtern soll.
Allgemein gilt für unsere Touren:
Es sind Gemeinschaftstouren mit Eigenverantwortung.
Nachdem Skibergsteigen eine risikobehaftete Sportart ist, sollten Sie sich nur für eine Tour Ihres Können und Ihrer Leistungsfähigkeit entscheiden, weil Unglücksfälle nie völlig auszuschließen sind.
Auf die zu erwartende schitechnische Schwierigkeit (Diff. I-V) auf die Voraussetzungen, auf die Grundausrüstung sowie auf die zwingend erforderliche Notfallausrüstung (die der gültigen Norm entsprechen muss) wird im AV-aktuell-Heft und auf unserer Homepage verwiesen.
Die durchschnittliche zu erwartende Aufstiegszeit versteht sich ohne Pausen bei normalen Bedingungen (ca. 300 Hm/Std.; Wegzeit bleibt unberücksichtigt, Abfahrtszeit = ca. Aufstiegszeit/3)
Die ausgeschriebenen Touren sind unverbindlich. Im Hinblick auf die Sicherheit, aus Witterungsgründen etc. sind Änderungen, Verlegungen und Absagen (aktuelle Termine in Internet) vorbehalten.
Deshalb ist eine Anmeldung aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich. (Höchstteilnehmerzahl, Reihung erfolgt nach Anmeldung)
Die Absprache mit dem Begleiter über Abfahrtszeit, Treffpunkt, Fahrgemeinschaften, Zusatzausrüstung, etc. soll telefonisch spätestens 2 Tage vor dem Termin stattfinden.
Wir wünschen uns sichere, unfallfreie und genussreiche Touren.
Aktuelle Termine und Programmänderungen:
Für die Sektion Hallein unter www.alpenverein.at/hallein/termine)
Für die Ortsgruppe Kuchl unter www.alpenverein.at/hallein-kuchl/termine)
Abschließend möchte ich mich auch noch bei allen Tourenbegleitern/-führern, sowohl in der Sektion Hallein als auch in der Ortsgruppe Kuchl, für ihre Mitarbeit und verantwortungsvolle Tätigkeit recht herzlich bedanken und Euch noch darauf hinweisen, dass alle durch ständige Kurse und Schulungen durch die ÖAV-Bergsteigerschule u.a. am neuesten Wissensstand sind.
Nachstehend sehen Sie die national gültige Schwierigkeitstabelle für Schitouren, die auch vom ÖAV ausgegeben ist, sowie die Empfehlungen für die Standard- und Notfallausrüstung, die auf Schitouren mitzunehmen ist.
Somit wünsche ich eine schöne und vor allem unfallfreie Schitourensaison
Mit Bergsteigergruß
Bernhard Singer
Alpinreferent
| Checkliste: Ausrüstung |
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| Schitouren-Grundausrüstung Alpenverein ------- für sichere genussreiche Schitouren |
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| Tourenschi mit Tourenbindung |
(mit Stopper, eingestellt auf Schuh, Körpergewicht und Fahrkönnen,) |
| Steigklebefelle |
(guter Klebe- und Imprägnierzustand, auf den Schi passend) |
| Harscheisen |
(zu Bindung und Schi passend) |
| Tourenschischuhe |
(mit Profilsohle,Vibramsohle) |
| Tourenschistöcke |
(Teleskopstöcke, vorzugsweise 3-fach, mit größflächigen Skiteller und Hartmetallspitze,Handschlaufen entfernt) |
| Tourenschihose, Funktionsunterwäsche, Schitourensocken, Ersatzwäsche, |
| Winterfeste Jacke (Nässe-,Wind-, und Kälteschutz; zB Goretex), Softshellweste, Handschuhe (Aufstieg), warme Handschuhe (Abfahrt), Schibrille, |
| Alpinhelm (Empfehlung!) Haube/Sturmhaube, evtl. Überhose, evtl. Daumenjacke, |
| Rucksack |
empf. Volumen 30 - 50 Liter, mit Bestigungsschlaufen für Ski, Pickel, etc.; ev. extra Skiband für Skispitzen |
| Trinkflasche/CamelBak mit Tee/Getränk (mind.1 Liter) nach Vorliebe Verpflegung, Jause, Riegel, etc. |
| Sonnenbrille (100% UV-Schutz), Schildkappe/Buff, Sonnenschutzmittel, Lippenschutz |
| ÖAV-Ausweis, Reisedokument, Geld, Taschenmesser/Multitool (Leatherman), Werkzeug (je nach Bedarf), Tape, Fellwachs (gegen Anstollen), Kabelbinder |
| Eventuell: GPS-Gerät/Höhenmesser (Kompass), Karte, Pulsuhr, Fotoapparat, Fernglas, Stirnlampe, Reepschnüre, Abfallsackerl |
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| Obligatorische Notfallausrüstung *) muss immer mitgeführt werden! |
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| * LVS-Gerät |
voll funktionsfähiges digtales 2 oder 3 Antennen-Lawinenverschütteten-Suchgerät (neue Batterien bei Saisonbeginn) |
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(ein 1-Antennengerät ist nicht ausreichend, weil es nicht mehr der geforderten Norm entspricht) |
| * Lawinenschaufel |
vorzugsweise aus gehärteten Aluminium mit Teleskopstiel min.40cm, für LV und zum Schneehöhlengraben |
| * Lawinensonde |
mind. 240 cm lang mit Schnellspannsystem |
| * Erste Hilfe-Paket |
für Erstversorgung, inkl. Rettungsdecke, Blasenpflaster,wasserdichte Verpackung! (ev. Alu-Schiene) |
| * Biwaksack |
(vorzugsweise für 2 Personen) |
| * Handy |
(Akku voll aufgeladen!) |
| STOP or GO Kärtchen u. Lawinenlagebericht |
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| Zur Info: In Österreichs Bergen versterben leider im Durchschnitt rund 26 Personen jedes Jahr (!) bei Lawinenunfällen! |
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| empfohlene Zusatzausrüstung: |
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| Steigeisen |
12-Zacker (auf steigeisenfeste Schuhe passend!) |
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| Fakultative Zusatzausrüstung: |
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| ABS-Lawinenairbag / Snowpulse-Airbag |
| Lawinenball |
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| AvaLung |
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| zus. Ausrüstung für Schihochtouren/Gletschertouren |
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| Steigeisen |
12-Zacker (auf steigeisenfeste Schuhe passend!) |
| imprägniertes Seil; Sicherungsmittel, Eisschrauben mit Kurbel, |
| Anseilgurt (Brust- u. Hüftgurt) , Alpinhelm |
| Eispickel (mit Handschlaufe) |
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| Reepschnüre, (2Lang-u. 2Kurzprusik) Bandschlingen, HMS-Karabiner, 2 Schraubkarabiner |
| Kocherset |
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| Übernachtung: |
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| Waschzeug |
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| Hüttenschlafsack |
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| Hüttenschuhe |
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| Ohrenstöpsel |
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| Stirnlampe |
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| ÖAV-Ausweis |
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Schwierigkeitstabelle für Schitouren (Schitechnische Schwierigkeit ST) |
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I leicht |
Freie, breite Hänge mit Neigung bis ca. 20°, Grundschwünge zur Richtungsänderung im Tiefschnee muss man beherrschen, es gibt aber meist genügend Platz für weitere Schwünge |
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II mässig schwierig |
Freie, breite Hänge mit Neigung bis ca. 30° inkl. kurze, steilere Teil- und Grabenpassagen (Spitzkehren) möglich; sichere Grundschwünge auch bei schlechten Schneeverhältnissen sind Voraussetzung, da Mulden, breitere Rinnen und leicht durchsetzte Passagen befahren werden |
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III schwierig |
Freie, breite Hänge mit Neigung bis ca. 35° mit kurzen steileren Teilstücken und engeren Rinnen (zB. Einfahrten), Beherrschung sichere Spitzkehrentechnik und kontrollierter enger Schwünge im steilen Gelände, auch bei schlechten (harten) Schneeverhältnissen sollten beherrscht werden.Hohes schitechnisches Niveau erforderlich, teilweise Absturzgefahr! (zB. felsdurchsetztes Gelände, steiler enger Wald, etc.) |
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IV sehr schwierig |
Breite, steile Hänge mit einer Neigung von bis zu 50°, steile Rinnen und/oder felsdurchsetzte Passagen. Perfektes Schifahren bei allen Schneearten, Richtungssprünge teilw. auch Kletterkönnen bei erschwerten Bedingungen (verschneite Felsen) notwendig. Besondere Absturzgefahr! |
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V extrem schwierig |
Steilwandabfahrten mit Neigung von 50° und mehr - nur für Profi-Steilhangspezialisten mit speziellem Training und Erfahrung; steiles Absturzgelände nur bei sehr guten Firnverhältnissen zu befahren bzw. klettertechnisch sehr anspruchsvoll |
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