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Alpenverein bewegt
Skitour Geier
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15. Lawinen update: Fesselnder Infoabend

Das 15. Lawinen update des Alpenvereins Hall mit Michael Larcher gestaltete sich am 2. Dez. 2015 im Kurhaus Hall zu einem sehr fesselnden Infoabend zum Themenkreis "Kann man aus Lawinenunfällen lernen?"

An dokumentierten Lawinenunfällen des letzten Winters analysierte Michael Larcher, Leiter des ÖAV Bergsport-Referetas, Bergführer und Sachverständiger, die teils fehlerhaften Verhaltensmuster und Unfallursachen. In einigen Fällen stellte sich heraus, dass der Grat zwischen vorhersehbaren, verhinderbaren oder abwendbaren Ereignisssen und schicksalhaften Unglücken unendlich schmal ist. "Der Mensch hat keinen Sensor, kein Bauchgefühl für Lawinengefahr".

Ausschlaggebend für Überlebenschancen bei einem Lawinenunglück sind: beste Tourenplanung (alpenvereinaktiv.com !), sehr gute Ausbildung aller Teilnehmer, die auch praktisch mit der Rettungskette vertraut sein müssen. Dazu gehören Aufspüren eines Verschütteten mit dem LVS-Gerät, Sondieren Suchen Schaufeln, und Wiederbeleben. Nur wenn das alles innerhalb von 15 Minuten nach dem Ereignis perfekt funktioniert, hat ein Verschütteter gute Überlebenschancen, sofern er nicht durch die Lawine bereits tödlich verletzt ist.

Das bedeutet aber:

1.  Jeder Tourengeher müsste sich immer wieder mit dieser schwierigen Materie auseinandersetzen und vertraut machen, vom LVS-Suchen bis zur Ersten Hilfe, um einem Verschütteten üpberhaupt eine Chance zu geben, lebend geborgen zu werden.

2. Jeder einzelne Tourenteilnehmer müsste dieses Wissen immer wieder theoretisch auffrischen und praktisch im Gelände üben, um im Notfall bei größtem Stress auch konsequent und richtig vorgehen zu können.

Deshalb bietet der Alpenverein Hall auf der Glungezer- und Lizumerhütte den ganzen Winter hindurch permanent Kurse an: Skitourenkurse, Lawinenseminare und LVS-Training auf den permanenten LVS-Trainingsanlagen beider Hütten! Ein in Österreich einmaliges Angebot auf ÖAV Hütten! Im Eigeninteresse und zur Sicherheit seiner Begleiter/innen sollte man diese Chance nützen.

Auch Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora verfolgte das Lawinen update in Hall mit Interesse, einerseits als selbst begeisteter Tourengeher, andererseits ist dem Alpenverein dieser Präventionsbereich zum Lawinenunfall von größter Wichtigkeit.

Lawinen update 2015 Hall

Kurhaus Hall Mittwoch 2. Dez. 19:00h

Tourengeher, Snowboarder, Freerider: Risiken einschätzen lernen

Am Mittwoch 2. Dez. um 19:00 h präsentiert der Alpenverein Hall im Kurhaus zum 15. Mal sein ÖAV "Tiroler Lawinen update 2015"

"Aus Lawinenunfällen lernen" - mit dem Alpinsachverständigen Michael Larcher , ÖAV 

Bergführer, Sachverständiger, Leiter ÖAV Bergsport - Informationen über  stop or go, Lawinenvorbeugung

 Alpenverein-Tourenportal www.alpenvereinaktiv.com 

Info-Point:   Alpenverein Hall . Alpenverein-shop . Glungezerhütte & Lizumerhütte .

Eintritt: Freiwillige Spenden, keine Anmeldung

Larcher Michael , Alpenverein
Larcher Michael , Alpenverein
Lawinenkurs, stop or go

Keine Tour ohne LVS

Wege ins Freie
Wege ins Freie

Lawinengefahren werden oft unterschätzt 

Der Alpenverein warnt Freerider und Tourengeher, sich leichtfertig in ungesichertes Gelände zu begeben. Lawinengefahr und Schneebeschaffenheit erfordern viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation. 

„Das freie Gelände beginnt schon auf dem ersten Meter neben der Piste – dass dort aber gleich andere Gesetze herrschen, dessen muss man sich bewusst sein“, betont Michael Larcher, Leiter der Bergsportabteilung im Oesterreichischen Alpenverein (OeAV). „So verlockend die Abfahrt abseits der präparierten Hänge auch sein mag, viele Menschen unterschätzen leider immer noch die Gefahr, auf die sie sich da einlassen.“

Ausbildung als Voraussetzung für sicheres Erlebnis

Eine fundierte Ausbildung und die richtige Notfallausrüstung seien unerlässlich für alle, die sich in den freien Skiraum wagen wollen. „Ein Lawinenairbag allein ist noch keine Garantie, einen Lawinenabgang zu überleben – auch wenn in der Öffentlichkeit oft ein anderes Bild erzeugt wird. LVS-Gerät, Sonde und Schaufel gehören zur Grundausrüstung im Gelände – und müssen auch richtig und vor allem schnell eingesetzt werden können. Schließlich geht es im Ernstfall um wenige Minuten, die alles entscheiden können“, so Larcher.

Alpenverein und risk’n’fun: Know-how für junge Freerider

Grundwissen und Risikostrategien für Abfahrten im freien Gelände vermitteln qualifizierte Ausbilder in den Alpenvereinssektionen , zB Sektion Hall, und in der Alpenverein-Bergsteigerschule (www.alpenverein-akademie.at). Speziell für Freerider bietet der Alpenverein das Programm risk’n‘fun (www.risk-fun.com). 

LVS-PIEPS-Trainingsstationen Glungezerhütte, permanent zum Üben  >>>

und Lizumerhütte >>>

 


Rückblende: "Stop or Go" 2012

Michael Larcher, Leiter des OeAV-Referats Bergsport im Alpenverein, informierte am 6. Dez. 2012 im vollen Haller Kurhaus über den letzten Stand im Bereich Lawinenstrategie "Stop or Go (2013 neu), und effiziente Kameradenrettung beim Lawinenunfall. Es war ein heißer Tipp für Skitourengeher, Freerider, Snowboarder, Skifahrer, Schneeschuhwanderer, Wintersportler

Der Alpenverein Tirol veranstaltete in Kooperation mit dem Bergsportreferat des OeAV und Michael Larcher das OeAV Tiroler- Lawinen update. 40 Prozent der Skifahrer und Tourengeher und Wintersportler unterschätzen laut Studie der Boku Wien die Lawinengefahr. Wenn Bergrettung und Alpinpolizei anrücken, ist der Unfall schon passiert. Der Oesterreichische Alpenverein will durch mehr Aufklärung und Information zu mehr Bewusstseinsbildung und Vorbeugung beitragen. 

Lawinenseminar des OeAV Hall in der Lizumerhütte  >>>

„Von und mit den Profis den Bergsport in all seinen Variationen lernen“ muss zur Devise werden, erklärt Alpenverein-Tirol Vorsitzender Gerald Aichner. Der Alpenverein bietet mit seinen Experten, Bergführern und Tourenführern in 38 Sektionen zielgerichtete Ausbildung, Übungskurse und Tourenangebote an. www.alpenverein.at/tirol

Informationen über die Zahl der Bergunfälle bewirken noch keine Vorbeugung, Statistiken verhindern keinen Alpinunfällen. Daher müssen schon im Vorfeld die alpinen Vereine wie Alpenverein, NF u.a., Tourismusverbände, Tirol Werbung und Bergführer in die Aufklärungsarbeit und in Vorbeugungsmaßnahmen eingebunden werden, um wirkungsvoll und effizient die Zahl der Alpinunfälle zu verringern.

 Der Alpenverein hat sein erklärtes ehrgeiziges Ziel bereits formuliert, die Halbierung der Zahl der Alpinunfälle bis ... In allererster Linie sind nämlich die alpinen Vereine direkt und am nächsten am Bergsport und Bergsportler dran, am „Verbraucher“, wenn man so will. Allein in Tirol sind ca 90.000 Menschen Mitglied im Alpenverein, also ca. jeder zehnte Tiroler ist AV-Mitglied. 

Zum zweiten müssen Tirol Werbung und die örtlichen Tourismusverbände auf ihre Kunden, die Gäste, einwirken, Aufklärung und Information betreiben, dass die Bergwelt nicht nur schön ist, sondern auch Gefahren birgt. Nur Info, Ausbildung, Training können dazu beitragen, Alpinunfälle zu vermeiden.

Alle genannten Organisationen sind aufgerufen, solche Maßnahmen in ihrem Wirkungskreis zu ergreifen, noch mehr auf Ausbildung, Information vor Ort, auf den Hütten, auf Training schon zuhause, hinzuweisen; im Urlaubsgebiet den Rat der heimischen Experten und Fachkundigen am Berg einzuholen und sich nicht großspurig den gut und ernst gemeinten Ratschlägen wie Verboten in den Wind zu schlagen, wie wir es leider immer wieder auf den Hütten und den Bergen erfahren. Das geflügelte Wort lautet nun einmal „Ach, das schaffen wir schon!“, ein gängiger Spruch, aus dem Mund von oft Unerfahrenen und Unbelehrbaren. 

Auch die Medien sind viel mehr in die Pflicht zu nehmen, nicht nur das Extreme, das außergewöhnlich Spektakuläre im alpinen Bergsport zu präsentieren, sondern das Augenmerk ihrer Kunden viel deutlicher auch auf die alpinen Grundbegriffe, auf Aus- und Weiterbildung, auf Training und auf die breit gefächerte Angebotsschiene der alpinen Vereine zu richten. 

Die alpinen Vereine erreichen ihre Mitglieder unmittelbar und damit auch jene große Zahl an Bergsportbegeisterten außerhalb der Vereine, denen man bei Ausübung des Bergsports überall begegnet. Die 38 Tiroler Alpenverein-Sektionen im das ganzen Land bieten zielgerichtete Ausbildungs- und Übungsprogramme, abgestimmt auf den Einzelnen, in den einzelnen Bergsportarten an.

www.alpenverein.at/tirol

Gerald Aichner, Vorsitzender Alpenverein Hall
6.12.2012

 

Lawinenstrategie stop or go
 
 
 

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