Die klassische Alpenhauptkamm-Trekking Route ist die Grat-Überschreitung Glungezerhütte - Lizumerhütte über sieben Gipfel - "seven tuxer summits". Sie ist das markante Tiroler Kernstück der Alpenüberquerung Glungezer (2.677 m) - Lizum (2.019 m) im Wattental.
Fotos
Die Tiroler Landesregierung zeichnet die OeAV Sektion Hall in Tirol für den "Glungezer & Geier Weg" in den Tuxer Alpen mit dem Tiroler Bergwege-Gütesiegel 2008 aus. Die Verleihung des Gütesiegels erfolgte am 23. Juni 2008, im Innsbrucker Landhaus durch Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa.
Diese Bergwegeauszeichnung wird dem Alpenverein Hall für die Tourismusregion Hall-Wattens von 2008 bis 2013 verliehen. Die „Glungezer & Geier Route“, AV-Nr. 335, verbindet die Glungezerhütte über die „seven tuxer summits“ mit der Lizumerhütte im Wattental und führt am AV-Steig 325 weiter zum zweithöchsten "Tuxer", den Geier (2.857 m).
"Glungezer & Geier Route"
Die „Glungezer & Geier Route“, AV-Nr. 335, verbindet die Glungezerhütte über die „seven tuxer summits“ mit der Lizumerhütte im Wattental und führt am AV-Steig 325 weiter zum zweithöchsten "Tuxer", den Geier (2.857 m). Dem „Glungezer & Geier Weg“ folgen „Adlerweg“, „Via Alpina rot“ und der neue „Inntaler Höhenweg“ vom Patscherkofel zum Kellerjoch.
Die Route geht über die "seven tuxer summits": Glungezerhütte - Gamslahner - Kreuzspitze - Rosenjoch (2.796 m) - Grünbergspitze - Grafmartspitze - Naviser Jöchl - Mölsjoch - Schoberpitz- Klammjoch - Lizum im Wattental - Lizumerhütte (2.019 m).
Zustieg
Der Zustieg erfolgt ab Hall (Postauto, Pkw, zu Fuß) nach Tulfes - mit der Glungezerbahn (letzter Glungezerlift um 15.45 Uhr von Tulfes) - Auffahrt zur Tulfeinalm (Einersessellift-Bergstation) - Weg Nr. 37 bzw. 333 kurz rechts westlich hinab zur Tulfeinalm (2035 m) und hier gleich südlich am Weg aufwärts zum Tulfeinjöchl (2.278 m) zur Talstation der Glungezer-Materialseilbahn: Gepäcktransport: Telefon an der Station; 3 €)
Weiter am Glungezer-Panoramasteig Nr. 333 zur Glungezerhütte
Zeit: Tulfeinalm in 1.30 Std. und 600 Hm zur Glungezerhütte (2.610 m; Nächtigung).
Am Abend genießt man den Sonnenuntergang auf der Sonnenspitze oder auf dem Glungezergipfel (2.677 m)- mit einem grandiosen Rundblick über "500 Jöcher, Gipfel und Grate".
Alpine Erfordernisse - Zeiten
Trittsicherheit . Überschreitung am Grat sollte schneefrei sein.
Für diese Kammüberschreitung ist mit reiner Gehzeit Glungezerhütte - Lizumerhütte von mindestens 7 Std., im Schnitt ca. 8 - 9 Stunden, als Gruppe auch mit 8 - 10 (11) Std. zu rechnen.
Daher unbedingt Aufbruch am Morgen und nicht erst zu Mittag. Wer erst gegen 13:00 Uhr am Glungezer oder der Tulfeinalm startet, braucht zu lange, schafft die Route nicht mehr und kommt in die Dunkelheit.
Abzuraten ist die Überschreitung vom Patscherkofel in einem Tag zur Lizumerhütte, das ist den allermeisten viel zu weit und zu anstrengend. Unbedingt in der Glungezerhütte nächtigen und am Morgen losgehen.
* In der Glungezerhütte erkundigen
ob das letzte Wegstück vom Mölsjoch in die Lizum frei oder wegen Schießübung des Bundesheeres bedingt gesperrt ist.
* Trinkvorrat
vom Glungezerhütte mitnehmen, unterwegs kein Wasser, erst wieder in der Lizum
* Früh aufbrechen
Nur bei guten Verhältnissen die Route über den Kamm wählen.
Schlechtwetter-Variante: über Windegg ins Voldertal - Volderwildbad - Voldertalhütte - Steinkasern zum Naviser Jöchl - Klammjoch - Lizumerhütte
* Gwannsteig
Am Gwannsteig Nr. 350 vom Tulfeinjöchl nach Steinkasern besteht Steinschlaggefahr (in der Karte gelb punktiert)
Umgehungen
- über Glungezerhütte - am Grat zum Naviser Jöchl
- oder Glungezerhütte - Rosenjoch - Abstieg am Steig 332 nach Steinkasern - Aufstieg zum Naviser Jöchl und über Mölsjoch zur Lizumerhütte.
* Trittsicherheit - Neu-Markierung - Versicherung
Trittsicherheit erforderlich, Schwindelfreiheit. Die Route ist in der ersten Hälfte bis zur Grafmartspitze teilweise kein Steig, sondern Blockwerk - aber neu und gut markiert und landschaftlich sehr schön!
Die Blockgratüberschreitung Glungezer-Lizum (Muenchen-Venedig) ist durchgehend neu markiert und an mehren Stellen versichert worden. Am Abstieg vom Rosenjoch wurde ein Stahlseil eingehängt. Bei Nässe sind die Steine aber teils sehr rutschig.
Naviser Jöchl
Am Jöchl nicht den ersten Abstieg rechts (südlich) ins Navistal wählen, sondern fünf Meter nördlich unterhalb des Jöchls absteigen,rechts östlich den Steig Nr. 27, zuerst fünf Minuten östlich ansteigen, dann gehts zunächst eben zur roten tafel "Posten 13"
Abzweigung: links gehts zur Naviser Sonnenspitze, wir gehen rechts weiter, absteigend Richtung Mölsjoch-Klammjoch-Lizumerhütte.
Mölsjoch
Am Joch nicht links hinunter zu den Almen im Mölstal nach Walchen, sondern noch einmal kurz - 15 bis 20 Minuten" - den Fahrweg ansteigen zur Schoberspitze und dann weiter zum Klammjoch und zur Lizumerhütte.
Zeiten
Naviser Jöchl - N. Schoberspitze 1 bis 1.30 Std.
Schoberspitze - Lizumerhütte 1.15 bis 1.45
Gesamt Naviser Jöchl - Lizumerhütte 2.30 - 3 Std.
Von der Lizumerhütte aus in der Glungezerhütte anrufen, dass man gut angekommen ist.
Lizum ist militär. Sperrgebiet, es kann zeitweise zu Behinderungen kommen. Auskunft erteilt der Hüttenwirt oder der TÜPl Lizum unter der Tel. Nr. 050201/6442010
Auskünfte über die ausnahmsweise Benützbarkeit von Verkehrswegen und Touristensteigen während der Schießzeiten erteilt das Tüpl-Kommando.(Tel.Nr. 050201/6442010). Den Weisungen der aufgestellten Absperrposten ist unbedingt Folge zu leisten.