Oesterreichischer Alpenverein
Sektion
Hall in Tirol

TOPNEWS

 Routen durch die Tuxer

Routen durch die Tuxer


„Trekking über die Alpen“ – so auch der gleichnamige Führer von Halls AV-Vorsitzendem Gerald Aichner - erfreut sich steigender Beliebtheit. Der Sektion ist es gelungen, die Region Hall-Wattens in drei internationalen Fernwanderrouten zu verankern:


1. „Traumpfad München - Hall - Glungezer - Lizum - Venedig“

2. „Via Alpina Roter Weg“, von Triest nach Monaco, führt nun als Variante "Innsbruck" über die Tuxer Alpen, über Lizumer- und Glungezerhütte , über Innsbruck ins Karwendel.


3. „Tiroler Adlerweg“ hat seit 2006 eine neue südliche Adler-Schwinge über Zirbenweg - Glungezer – „Sieben-Gipfel-Grat“ - Lizum ins Zillertal.

 

 

Via Alpina – “Roter Weg” - Variante Innsbruck

Via Alpina heißt die neue große alpine Trekking-Herausforderung quer über die Alpen. Diese Alpenroute verbindet als „Roter Weg“ Triest über die Alpen mit Monaco - oder umgekehrt. Das Tiroler Herzstück dieser Route zieht von der Landesgrenze Südtirol in das Ruhegebiet der Zillertaler Alpen, durch die Tuxer Alpen und das Karwendel in die Lechtaler Alpen.

 

Start bzw. Zugang zu dieser Route sind auch von Innsbruck aus in Richtung Süd-Ost wie Nord-West möglich. bzw. kann man einen Abstecher vom Roten Weg über Innsbruck wählen und sic h dann wieder in die Originalroute einbinden.

 

Start in Innsbruck nach Süd-Ost

Innsbruck - Patscherkofel - Zirbenweg – Glungezerhütte: 3 Std. (blau)

Glungezer – „seven summits“ – Naviser Jöchl – Lizumerhütte 7 – 9 Std. (rot, Teilstück schwarz)

Lizum – Grafennsjoch – Weidener Hütte 5 Std. (rot)

Weidener Hütte – Rastkogelhütte (3.30 Std.) – Hippach/Zillertal oder weiter zur Kellerjochhütte (3.30 Std.) – Abstieg nach Schwaz (rot)

Oder von der Rastkogelhütte direkt weiter auf der Originalroute Penken – Finkenberg – Pfitscher Joch - Südtirol

 

Vom Zillertal in die “Wilde Lizum”                                                                                             

Am Pfitscherjoch setzt der „Rote Weg“ durch das Ruhegebiet Zillertaler Alpen und die Tuxer Alpen ein - mit einem Abstecher in die Alpenhauptstadt Innsbruck – und trifft auf die EU-Nord-Süd-Trekkingroute München-Venedig. Die Route führt in 2 Std. zum Schlegeis-Stausee, über Breitlahner nach Ginzling, 2 ½ -3 Std., Fahrgelegenheit ab Schlegeis bis Finkenberg. Nächtigung in Ginzling oder Finkenberg. Anderntags starten wir in Ginzling oder Finkenberg hinauf zum Penken, ziehen über den Rastkogel zur Rastkogel-Hütte und - falls man hier nicht nächtigt - zur Weidener Hütte. Aufstieg zum Krovenzjoch (Grafennsjoch) am Steig Nr. 302A bzw. 319, und dann gehen wir mäßig absteigend taleinwärts in die Lizum zur Lizumer Hütte im Wattental (1912 erbaut), 4 Std.

 

Der Name Lizum ist rätoromanisch, bedeutet „der große Viehleger“, und eine schöne Alm ist es bis heute. Die „Hohe“ oder „Wilde Lizum“, einst genannt, gilt als einer der schönsten Talschlüsse Mitteltirols, umgeben von den markanten Felsgestalten der Tarntalergruppe, bestehend aus Kalken, Serpentin und Silikatgesteinen. Sie sind im Sommer von reicher, vielfältiger Alpenflora geschmückt. Bis nach 1945 wurden hier am Fuße der Sonnenspitze Wetzsteine, Schleifsteine und Bausteine gebrochen. An der Hungerburg-Talstation in Innsbruck sind die „Lizumer Riemchen“, diese hellgrünen schmucken Steine noch zu sehen. Seit 1934 ist die Wattner Lizum auch Truppenübungsplatz.

 

„Tuxer seven summits“

Lizumerhütte - Naviser Jöchl - Gwannsteig Voldertal – Glungezerhütte                                     

Hier im Herzen der Tuxer Alpen wenden wir uns dem Steig 327 bzw. 27 zum Klammjoch zu. Am Klammsee blicken wir erstmals in die Stubaier Alpen. Über die Nördliche Schoberspitze wandern wir gemütlich über die schönen Almmatten des Mölsjochs, 2334 m, und nach kurzem Aufstieg in gesamt ca. 2 Std. zum Naviser Jöchl, 2479 m, mit erstem Blickkontakt nach Norden zum Karwendel.

Trittsichere und Konditionsstarke wählen die Gratroute über den "Glungezer&Geier-Steig 335" - über die „seven tuxer summits“ - Grafmarterspitze - Grünbergerspitze - Rosenjoch - Kreuzspitze - Gamslahnerspitze - Glungezer - zur Glungezerhütte. Man muss dafür ca. 7 - 9 Std. einsetzen.                                                                                                      

Wer es gemütlicher will, folgt zunächst nördlich dem Steig 331 hinunter ins Voldertal, an den Melkböden vorbei zur urigen Alm „Steinkasern“, 2002 m, „Stoankasern“ sagen die Einheimischen. Hier wird noch nach altem Brauch und alter Rezeptur Käse gemacht. Auf eine einfache Almjause mit Milch, Butter und Käse sollte man nicht verzichten.

 

Gleich unterhalb von Steinkasern zweigt der „Gwannsteig“ links ab, der sich an die langgezogene östliche Glungezerflanke lehnt und mäßig ansteigend zur Gwannschafalm, 1966 m, und über Platten und Almböden zum Tulfeinjöchl hinaufzieht, 2278 m. (Achtung auf Steinschlag).

Vor dem letzten Anstieg queren wir einen flacheren Almboden; hier liegen noch vereinzelt Reste des im Jahr 1964 abgestürzten Bristol-Britannia-Verkehrsflugzeuges der British Eagle-Airways. Bei dem Unglück fanden 83 Menschen den Tod.

Vom Tulfeinjöchl haben wir nur noch 330 Hm, die wir problemlos über den Glungezer-Panoramasteig (Nr. 333, 37) rasch überwinden, ehe uns die gemütliche Glungezerhütte, 2610 m, aufnimmt.

 

Gemütliche Variante durchs Voldertal

Alternativer Abstieg von „Steinkasern“ durchs Voldertal zur Voldertalhütte „Franz Pitscheider-Haus“ (Nächtigung), anderntags über den Stiftsalm Hochleger nach „Halsmarter“ (Auffahrt mit der Glungezerbahn, 2. Sektion Sessellift) nach Tulfein und in 1.5 Std. Aufstieg zur Glungezerhütte.

 

Tirols „Ski-Kultberge“ Glungezer und Patscherkofel

Der Glungezer, ein Tiroler „Ski-Kultberg“,  ist einer der markanten Berge der Tuxer Alpen, der Winter-Hausberg der Haller und „König unter Tirols Skitourenbergen“. Im Winter gilt der Glungezer, “Der Weiße Berg“, als Tirols Skitourenberg Nr. 1, der täglich von zahlreichen Tourengehern erklommen wird; mit bis zu 1700 Hm oder vom Inntal aus mit 2100 Hm. Vor 100 Jahren waren hier schon Tirols erste Tourengeher, damals noch die „Schneeschuhsegler“ genannt, anzutreffen. Klassisch sind seither die Tourenanstiege von Hall/Tulfes, vom Voldertal oder vom Patscherkofel her.

Vom Glungezergipfel aus wetteifern über 360 Berge im Panorama um Beachtung, von den Dolomiten über Stubaier und Ötztaler, Wetterstein, Zugspitze, Karwendel, bis Kaiser und Großglockner.

Die Glungezerhütte ist 1933 zur 1. Ski-WM in Innsbruck, als Starthütte für den Glungezer-Abfahrtslauf erbaut worden. Ihre noch genau erhaltene Urform trägt die Handschrift des Innsbrucker Architekten Theodor Prachensky. Wer im späteren Wegverlauf an den Tal- und Bergstationen der Nordkettenbahn auf Innsbrucks Hungerburg, Seegrube und am Hafelekar vorbeikommt, wird die architektonische Verwandtschaft dieser Bauten von Franz Baumann mit seinem Schwager Prachensky gleich erkennen. Die Glungezerhütte gilt als architektonisch-kulturelles Hochalpin-Denkmal.

 

Glungezerhütte - Zirbenweg - Patscherkofel - Alpenblumengarten – Innsbruck                        

Die folgende Halbtagesetappe verspricht eine gemütliche Bergwanderung am Glungezer-Höhenweg von 2600 m absteigend, mit zwei kurzen Abstechern zur Sonnenspitze und zur Viggarspitze - und am Zirbenweg zum Innsbrucker Hausberg, dem „glatzerten“ (glatzköpfigen) Patscherkofel und zur Bergbahn-Bergstation, 1964 m. Anno 1964 fanden hier Innsbrucks 1. Olympische Winterspiele und 1976 seine 2. Olympischen Winterspiele statt, jeweils mit dem Herren-Abfahrtslauf. Der Patscherkofel ist der klassische Innsbrucker Skiberg.

Der Steig vom Glungezer zum Patscherkofel trägt die Nr. 333 und dann 46 und führt im letzten Drittel durch Tirols schönsten und größten Zirbenbestand. Im Norden bauen sich die einzelnen Karwendelketten mächtig auf, im Süden leuchten die Gletscher der Zillertaler, Stubaier und fern der Ötztaler. Unter uns weitet sich die Inntalfurche mit dem mäanderndem Inn aus, von Telfs mit den Mieminger Bergen, bis ins Unterinntal mit Rofan und Wildem Kaiser. Die Wege hier sind verlassen, einsam südlich unter uns das Viggartal. Geradezu günstig, um die heimische Tierwelt hautnah zu erleben, vom Adler, der über dem Voldertal kreist, über Steinbock und Gämsen, bis zu Schneehühnern, Fuchs und Murmeltier.

 

Den Patscherkofel überragt die mächtige ORF-Sendestation, mit Funk- und Wetterstation. An der Waldgrenze sind der Alpenblumengarten, und das Patscherkofel-Schutzhaus einen Abstecher wert. Das ein Hektar große Areal des Alpengartens ist der höchstgelegene botanische Garten mit Forschungsstation Österreichs, mit Rundwanderweg durch verschiedene Pflanzengemeinschaften. Juni – Sept. geöffnet.

Der Abstieg ins Tal erfolgt auf vielen Wegen oder mit der Patscherkofel-Seilbahn, um Zeit zu gewinnen für einen Via Alpina - Innsbruck-Tag.


Innsbruck und Hall bieten sich an für einen „kulturelle Erholungstag“.  Mit der Seilbahn geht’s von Innsbruck/Igls zunächst auf den Patscherkofel. Anno 1964 fanden hier Innsbrucks 1. Olympische Winterspiele und 1976 seine 2. Olympischen Winterspiele statt.

Der landschaftlich einmalige Zirbenweg leitet vom Patscherkofel, dem Innsbrucker Hausberg, über sanfte Höhenrücken zum Glungezer -  2.677 m, jeder Grad rundum ein Gipfel – im Winter Tirols Skitourenberg Nr. 1.

Auf der Folgeetappe tauchen wir in die Tuxer Schieferalpen ein.  Wir folgen einem mäßig schwierigen Teilstück hoch über den „Sieben Blauen Seen“ über die einsamen „seven tuxer summits“ in die „Wilde Lizum“ im Wattental.

Wir überqueren zwei weitere Tuxer „Kämme“, Rücken, und kommen über die Weidener Hütte und die Rastkogelhütte ins Zillertal (Bahn, Bus retour nach Innsbruck) oder halten uns nordwärts zur Kellerjochhütte, mit Abstieg (Lift) ins Inntal nach Schwaz (Bahn, Bus retour nach Innsbruck)

 

Start in Innsbruck nach Nord-West

Innsbruck – Seilbahn Nordkette Hafelekar – Goethe-Weg zur Pfeishütte – Halleranger Haus, 5 Std. (rot)

Halleranger - Karwendelhaus, 7- 8 Std. (schwarz): Einmündung in die Originalroute Richtung Scharnitz

 

Über die berühmte Nordkette tritt die Via Alpina in den Alpenpark Karwendel ein und verbindet sich wieder mit der Originalroute Richtung Wettersteingebirge und Lechtaler Alpen. Vom Halleranger kann man direkt nach Scharnitz wandern, oder mit der Birkkarspitze den höchsten Karwendelgipfel mitnehmen Vom Karwendelhaus geht’s talaus nach Scharnitz.

 

Die Hütten

 

Patscherkofel-Schutzhaus, 1.970 m
OeAV TK Innsbruck, 40 Schlafplätze; Öffnungszeit: ganzjährig; Tel. +43/512/ 377196;
Talort: Innsbruck (Bahn, Bus, Pkw). Zugang ab Igls 2.30 Std., 5 Min. von der Bergstation der Patscherkofelbahn (Talstation in Igls.); www.tuxeralpen.at

 

 

Glungezerhütte, 2.610 m
OeAV Hall i. T.; 40 Schlafplätze
;
Öffnungszeit Mitte/Ende Juni bis anfangs Okt.; Tel./Fax +43/5223/78018;
Glungezerhütte
Mitte/Ende Juni bis anfangs Okt.; Tel./Fax +43/5223/78018; www.glungezer.at
.

Talort: Hall (Bahn. Bus, Pkw); Zugang: ab Hall 5, ab Tulfes 3-4 Std.; ab Tulfes mit Glungezerbahn: 1½ Std.; ab Patscherkofel 3 Std.

           

 

Lizumerhütte, 2.019 m
OeAV Hall i. T.; 80 Schlafplätze;
Öffnungszeit Mitte Juni bis 15. Sept.; Tel. u. Fax +43/5224-52111; www.lizumerhuette.at;
Talort: Wattens (Bahn, Bus, Pkw). Zugang: Wattens - Walchen -  Lizum: 5 - 6 Std.; zur Weidener Hütte 5   Std.

 

Weidener Hütte, 1.799 m

DAV Weiden;  50 Schlafplätze; Öffnungszeit: Mitte Mai bis Ende Okt.; Tel. 05224/68529;  www.tuxeralpen.at

Talort: Weerberg 4 Std., Weer (Bus): 5 Std.; zur Rastkogelhütte 3.30 Std.

 

Rastkogelhütte, 2.124 m
DAV Oberkochen, 80 Schlafplätze; Öffnungszeit: Mitte Mai bis Ende Okt ; Tel. +43/664/9207523;

Talort: Hippach im Zillertal (Bahn, Bus)
zur Kellerjochhütte  3.30 Std.; zur Weidener Hütte  3 Std.

 

Kellerjochhütte, 2.237 m

OeAV Schwaz, 64 Schlafplätze; Öffnungszeiten: Mitte Juni bis Mitte Okt.; Tel. +43/5242/72433; www.kellerjochhuette.at
Talort: Schwaz; Kellerjochbahn-Bergstation, Gehzeit: 1 Std.
 

 

Pfeishütte, 1.950 m 
OeAV Zw. Innsbruck,  80 Schlafplätze;
Öffnungszeit Mitte Juni bis Mitte Okt.; Tel. 0512/292333; www.pfeishuette.at
Talorte Innsbruck; (ab Bergstation Nordkettenbahn  1.30 Std.; Scharnitz 5 Std.

 

Halleranger Haus, 1.768 m
DAV Schwaben-Stuttgart; 24 Betten/Zimmer, 72 Lager;
Öffnungszeit Mitte Juni bis Mitte Okt.; Tel.+ Fax ++43/5213/ 5326; www.hallerangerhaus.at
Talorte: Hall (Bahn, Bus, Pkw); Zugang: ab Hall 4 - 5 Std.
Scharnitz (Bahn, Bus, Pkw) 4.30 – 5 Std.

 

Karwendel Haus, 1.765 m
DAV Oberland München; 50 Zi, 150 Lager;
Öffnungszeit Mitte Juni bis Mitte Okt.; Tel.+ Fax ++43/5213/ 5623;
Talort: Scharnitz (Bahn, Bus, Pkw). Zugang: ab Scharnitz, 4
5 Std.

 

Informationen zu allen Hütten. www.alpenverein.at

 

Via Alpina - Innsbruck-Tag
Besuch von Alpenverein Museum, Bergisel-Sprungschanze, Alpenzoo, Riesenrundgemälde Hungerburg, Hofburg, Goldenes Dachl, Olympia-Museum, Alpenzoo;
Innsbrucker Klettersteig auf der Nordkette; Kletterhalle Tivoli, Frei- und Hallenbäder.
Kulturprogramme, Landesmuseum Ferdinandeum und Zeughaus, Schloss Ambras, Landestheater.

Abstecher zur Münzprägestätte Hall i.T. und Bergbaumuseum.

ev. Nächtigung in Innsbruck

  

40. Innsbruck – Nordkette-Hafelekar: Goetheweg - Pfeis - Lafatscherjoch – Halleranger    
Vom „Herzen der Alpen“ folgen wir ab der Hafelekar-Bergstation der Nordkettenbahn, den Spuren früher Karwendelforscher und Erschließer hinein in den Alpenpark Karwendel. Zunächst auf dem berühmten „Goethe-Weg“, eine Zeit lang auch „Hermann-Buhl-Weg“ genannt. Für den berühmten Innsbrucker Sohn und Extrembergsteiger Hermann Buhl wurde der Goethe-Weg umbenannt, allerdings war der fast ebene Steig für den Nanga-Parbat-Erstersteiger (anno 1953) nicht adaequat genug, sodass der eingebürgerte Name Goethe-Weg erhalten blieb. Entlang dieses Goethe-Weges war übrigens im Jahr 1931 der Bau einer Liliputbahn, einer spektakulären Hochgebirgs-Schmalspurbahn vom Hafelekar drei km bis zur Arzler Scharte, ernsthaft geplant. Der Rückgang des Tourismus vereitelte damals die Realisierung.

 

Der 219-Weg führt über die Mandlscharte zur Pfeishütte, 1922 m, als Nr. 221 übers Stempeljoch, 2215 m, den „Wilde-Bande-Steig“ zum Lafatscherjoch, 2081 m, und als Nr. 223 in Kehren hinunter zum Halleranger mit malerischer Lafatscher-Halleranger-Kapelle. Mächtig überragt vom Großen, Kleinen Lafatscher und Rosskopf, berühmten Karwendel-Kletterbergen, frühes Kletter-Dorado heimischer Spitzenkletterer, wieder neu entdeckt, neuerdings wieder Geheimtipp für die Kletterer und lohnendes Ziel für Mountainbiker.

Hafelekar - Halleranger ca. 4.5 – 5 Std.

 

„Über die verwegenste Zinne der Nordtiroler Kalkalpen“

41. Etappe Halleranger - Birkkar - Karwendelhaus.                                                                         

Vom Halleranger aus gehen wir die Herausforderung einer Überquerung  des höchsten Karwendelgipfels an. Am Weg 224 den Lafatschbach hinaus, an der Kohleralm und dem „Silbernen Hansl“, einem alten Bergwerk vorbei, hinunter zur Kastenalm im Hinterautal, 1220 m.

Hier beim Isar-Ursprung fällt spätestens die Entscheidung: Nordwärts über die Birkkarspitze zum Karwendelhaus, oder durchs Hinterautal hinaus nach Scharnitz, 964 m, 3 ½  Std.. Wer „klassisch“ weiter geht, sollte konditionsstark und mit Schrofen- und Felsgelände vertraut sein, ansonsten ist der Talausweg nach Scharnitz empfehlenswerter. Wer vom Halleranger direkt nach Scharnitz wandert, hat den Innsbruck-Tag wieder eingeholt.

Der Steig 225 zieht von der Kastenalm über die Birkkarklamm in Serpentinen empor zur Birkkarspitze, 2749 m, und hat damit den höchsten Gipfel des Karwendels erklommen. Hermann von Barth, der Karwendel-Bergpionier, schrieb 1874 „von der verwegensten Zinne der Nordtiroler Kalkalpen“.

Vom schönsten Aussichtsberg des Karwendels schweift der Blick bis zur Silvretta und zur Tauernregion. Der Tiefblick in die düsteren Nordwände der Gleirsch-Halltalkette sowie in die gähnende Niederung des Kleinen Ahornbodens bleibt „tief“ in Erinnerung.

Teils drahtseilversichert verläuft der Steig zur Birkkarhütte, hinunter ins „Schlauchkar“ - nomen est omen: In umgekehrter Richtung könnte uns der Anstieg „schlauchen“, wie man sagt. In 1765 m Höhe erwartet den müden Wanderer dann endlich das Karwendelhaus.

Halleranger - Karwendelhaus: 7-8 Std.

 

42. Etappe Karwendeltal – Scharnitz
auf der Originalroute weiter

 

Karwendel – Innsbruck – Tuxer Alpen

Genauso ist es möglich, diesen „Roten Weg“ von West nach Ost, vom Karwendel kommend über die Nordkette, Innsbruck, Patscherkofel, Glungezer- und Lizumer Hütte, Weidener- und Rastkogelhütte zu wählen und dort in die Originalroute weiter Richtung Süden zu wandern.

 

Innsbruck - Monaco

Innsbruck kann auch als Einstieg in den „Roten Weg“ Richtung Nordwesten, Karwendel, gewählt werden mit Ziel Monaco: Etappen 40, 41 und 42.

 

40.  Innsbruck - Seilbahn Nordkette Hafelekar: Halleranger, 4 ½ -5 Std.

41.  Halleranger - Karwendelhaus, 7- 8 Std.: Einmündung in die Originalroute

 

Innsbruck - Triest

Innsbruck – Patscherkofel – Glungezer – Lizum - in Richtung Südosten Richtung Tuxer Alpen und Zillertaler Alpen auf der Originalroute mit Ziel Triest.

 

Innsbruck – Patscherkofel (Seilbahn): Zirbenweg – Höhenweg - Glungezerhütte, 3 Std.

 

Glungezerhütte -  „Tuxer seven summits“ – Lizumer Hütte 7-9 Std.

 

Lizumer Hütte – Krovenzjoch – Weidener Hütte – Rastkogel-Hütte, 7-8 Std. (ev. Nächtigung Weidener Hütte)

Rastkogelhütte – Penken – Ginzling – Pfitscherjoch usw.

 

Gerald Aichner

 

 

 

zurück
OeAV-Sektion Hall in Tirol, Schulgasse 6, A-6060 Hall in Tirol
Tel.: +43/5223/56 209, Fax: +43/5223/56 022
E-Mail



Netgraf Webdesign & Internetservice, 2005