Bericht der Haller Stadtzeitung vom 31.3.2011:
Edelweißehrungen des Alpenvereins
Es ist schon Tradition, dass bei der Jahreshauptversammlung
des Alpenvereins auch jahrzehntelange Treue bedankt wird: Auch heuer wurden
zahlreiche Edelweiß-Ehrungen vorgenommen. Es war schon ein ganz besonderer Moment, als AV-Vorsitzender
Gerald Aichner sich mit einem großen Blumenstrauß bei Ruth Moser bedankte, die
immerhin seit einem dreiviertel Jahrhundert Mitglied der Sektion Hall des
Alpenvereins ist. Und auch Karl Halhammer, dessen Mitgliedschaft auch schon
sieben Jahrzehnte hält, wurde eine verdiente EdelweißEhrung zuteil.
Aber nicht nur sehr treue Mitglieder hat der Haller AV, auch
die Zahl der Mitglieder kann sich sehen lassen, sie ist mittlerweile auf 3.800
angewachsen.
Dem Verein ist es gelungen, den Schuldenstand sehr rasch
abzubauen. Die Renovierung der Lizumer Hütte hat sich im wahrsten Sinn des Wortes
ausgezahlt, denn hier konnte man im vergangenen Jahr 6.000 Nächtigungen
verzeichnen. Auch die Tollinger Hütte und die Glungezerhütte sind sehr beliebt.
Bei letzterer wird man im heurigen Jahr die Renovierung eines Gastraumes in
Angriff nehmen müssen. Aichner dankte hier den vielen Freiwilligen, die rund um
das Hüttenwesen und auch bei der Instandhaltung des Wegenetzes aktiv sind, ohne
sie gäbe es viele Hütten in Österreich nicht mehr.
Ganz klare Worte gab es von Aichner auch zur Glungezerbahn:
"Der Glungezer ist als Naherholungsgebiet und Schigebiet nahezu
unverzichtbar. Wir alle hoffen, einen gangbaren Weg zu finden." Auch bei
einer Einstellung Bahn würde der Alpenverein die Glungezerhütte weiterführen,
meinte Aichner. Ein klares Nein gäbe es aber seitens des Alpenvereins zu
Plänen, die Seilbahn auf den Gipfel zu führen.
Zu der Trendsportart Klettern erinnerte der AV-Vorsitzende
an die Klettergärten im Halltal die man instand gesetzt hatte und die nun im
heurigen Sommer mit einer Beschilderung versehen werden. In der Kletterhalle in
Rum werden derzeit ca. 80 Kinder und Jugendliche in zehn Gruppen betreut. Man
kann auch schon sehr schöne Erfolge aufweisen: Immerhin stellte man zwei
Tiroler Meister, und zwar bei den Minis und bei den Schülern.
Im Alpenvereinslokal in der Schulgasse, so Aichner,
"schlage das Herz der Sektion". Die dortige zentrale Anlaufstelle
werde sehr gern angenommen, ein Dank gilt in diesem Zusammenhang Aichners
Gattin Waltraud, die auch die Bücherei betreut, sowie Caroline Niedrist.
Bei
herrlichen Bildern von der Palavicinirinne am Großglockner klang die
Jahreshautversammlung des Alpenvereins gemütlich aus.