Oesterreichischer Alpenverein
Sektion
Hall in Tirol

NEWS
Mag. Michael LARCHER beim lawinen update 2010
Dr. Karl GABL, beim lawinen update 2010
Lawinenkurs Lizumerhütte 2009, die Teilnehmer/innen mit den Kursleitern
Foto: almenrausch.at
Lawinenexperte Walter Würtl informierte 2008
12. LAWINEN UPDATE 2011


300 kamen zum ‚lawinen update’

 

300 interessierte Besucher folgten der Einladung des Alpenvereins Hall zum traditionellen und sehr beliebten 12. Haller „lawinen update 2011“ für die Region Hall ins Kurhaus. 

 

Dr. Rudi Mair und DI Patrick Nairz, die Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes, informierten zum Themenkreis „Lawine“ über die zehn entscheidenden Gefahrenmuster“ und gaben entsprechende Praxistipps. Sie präsentierten erstmals ihr gleichnamiges Buch „Lawine“ und gaben lebendige, bildreiche Informationen für die zahlreichen Skitourengeher/innen, Schneeschuhwanderer, SnowboarderInnen, Jäger, Förster und viele am Wintersport Interessierten aus der gesamten Tourismus- REGION HALL - WATTENS.

 

„Mit diesem Infoabend will der Haller Alpenverein den vielen Anhängern des Wintersports wieder zahlreiche Impulse zur Vertiefung des Gefahrenbewusstseins und des Risikomanagements geben“, erklärte AV-Vorsitzender Gerald Aichner. „Wir wollen praktische Infos und Anregungen für das Verhalten im Gelände und bei Skitouren vermitteln.“

 

 

LVS-Trainingsstation Lizumerhütte

Der Alpenverein Hall hat bei seiner Lizumerhütte im Wattental die 1. permanente LVS-Trainingsstation, österreichweit bei einer Alpenvereinshütte, installiert, in Verbindung mit dem LVS-checkpoint. Eine  zweite LVS-Station will der Alpenverein noch bei seiner Glungezerhütte eingerichtet werden. Dort kann jede/r im Gelände praxisorientiert die Suche mit dem LVSG ausgiebig üben.

 

Lawinenkurse Lizumerhütte

Der Alpenverein Hall veranstaltet wieder ein bis zwei Lawinenkurse, den ersten in der Lizumerhütte  am 8./9. Jänner 2011 unter Leitung unseres Bergführers Benedikt Purner. Anmeldungen bald erbeten.

 

Bitte um Solidarität für Glungezerhütte

Der Haller Alpenverein bittet um Solidarität für seine Lizumerhütte und  Glungezerhütte. Besonders die Glungezerhütte ist sehr schwierig zu bewirtschaften, sehr schwierig zu erhalten und schwierig zu „füllen“.

 

Der Haller Alpenverein hätte die Glungezerhütte auch ohne Weiterbetrieb der Glungezerbahn im Winter wieder geöffnet! Die Sektion hat aber glücklicherweise einen neuen Pächter, Gottfried Wieser, ein Profi, der die Glungezerhütte wieder für alle ab ca. Mitte Dezember bestens und mit neuen Ideen führen wird.

 

Bitte nicht „umkehren“ sondern „einkehren“

Der Haller Alpenverein bittet, die Glungezerhütte vermehrt anzunehmen, sie ist kein Selbstzweck, sondern für alle da. Bitte nicht einfach am Schartenkogel oder auf der Sonnenspitz umzukehren - die Sonnenspitze ist nicht der Glungezer (wissen leider viele nicht) - sondern Küche und Gastlichkeit und Küche der Glungezerhütte (mit neuem Speisenangeboten) anzunehmen und zu genießen.

 

Der Haller Alpenverein wünscht schönen Tourenwinter!

 

Auf Wiedersehen in der Glungezerhütte und in der Lizumerhütte.

 

NATUR. SCHNEE. BERG.

heißt’s bei der Glungezerbahn


TUXER. SKITOUR. GLUNGEZERHÜTTE.

heißt’s beim Alpenverein Hall.



 




11. Lawinen update Jänner 2010


Beim 11. LAWINEN UPDATE  des Alpenvereins HALL für  Tourengeher, Ski- & Variantenfahrer, Freerider, Snowborder, Schneeschuhgeher, Bergwanderer, Rodler, Jäger (m/w), am 7. Jän. 2010 im Haller Kurhaus, informierten zwei namhafte Experten über neueste Entwicklungen, Vorbeugung und Lawinenkunde:

Dr. Karl GABL, ZAMG, Leiter der Wetterdienststelle Innsbruck, über "Wetter und Auswirkungen auf Lawinengefahr"

und Mag. Michael LARCHER, Leiter des OeAV-Bergsportreferats, über "Analyse von Lawinenunfällen".


240 Interessierten boten die beiden Referenten zahlreiche Impulse zur Vertiefung des Gefahrenbewusstseins , des Risikomanagments und gaben praktische Infos und Anregungen für das Verhalten im Gelände und bei Skitouren.



Lawinenseminare im Jänner 2010 in der Lizumerhütte und in der Glungezerhütte

Risikomanagement zur Vermeidung von Lawinenunfällen und effiziente Hilfe nach einem Lawinenabgang

Leichte Tourenmöglichkeit je nach Verhältnissen

Einführung in Schee- und Lawinenkunde. Lawinenlagebericht. Tourenplanung. Gefahrenstufen. Hangexposition. Routenwahl.

"Einführung" in die Ausrüstung. Praktische Übungen mit LVS Geräten an der fixen Versuchstation der Fa. „Mammut“;  Sondieren mit der neuesten „Pieps-Sonde“. Ausgraben. Iglubau

 

Seminarleitung: Benedikt Purner
Bergführer-Anwärter, Alpinreferent der OeAV-Sektion Hall in Tirol mehr

Tourenführer:  Gustl, Martin

Ausrüstung: Ski, Felle und Stöcke, LVS Gerät, Schaufel und Sonde

Lawinenseminar Lizumerhütte 2009 auf "Almenrausch" mehr

lawinen update 2008 mit Walter Würtl

Großes Interesse zeigten Tourengehern, Variantenfahrer, Snowboarder/innen, Schneeschuhgeher, Jäger/Förster und Pistenfahrer am "Lawinen update 2008" des Haller Alpenvereins mit Alpinwissenschaftler Walter Würtl im Kurhaus Hall am 7. Jän. 2008. Über 220 Teilnehmer verfolgten die sehr fundierten und praxisnahen Informationen für Gefahrenbewusstsein, Risikomanagement nach der Alpenvereins-Methode "stop or go".

Was man als Tourengeher tun kann, um sein persönliches Risiko möglichst gering halten und was man aus Lawinenunfällen lernen kann, darüber sprach Mag. Walter Würtl. Er ist Alpinwissenschafter, Lawinenexperte, Bergführer, Alpenverein Bergsteigerschule, gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, Bundeslawinenreferent des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Redakteur bei bergundsteigen.




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Alpenverein will Zahl der Lawinentoten halbieren

Neue Ausbildungsoffensive für mehr Sicherheit bei Skitouren und Varianten

 

Durchschnittlich 26 Lawinentote pro Jahr in Österreich, der größte Anteil davon in Tirol – gegen diese traurige Bilanz kämpft der Alpenverein mit der neuen Ausbildungsinitiative SicherAmBerg. Sie setzt gleichermaßen auf Risikovorsorge und Notfallmanagement.

 

Skitouren, Varianten-Skilauf und -Snowboard, unterwegs mit Schneeschuhen – nach wie vor steigt jährlich die Zahl jener, die ihr Bergabenteuer in der winterlichen Natur suchen; abseits des gesicherten Skiraums. Allein die Zahl der Tourengeher wird vom Alpenverein heute auf ca. 600.000 geschätzt[1]. Angesichts der positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensstil ist dies ein erfreulicher Trend – wäre da nicht die Lawinen-Opferbilanz: Durchschnittlich 26 Lawinentote pro Jahr in Österreich, davon 15 in Tirol.

 

Tourengeher und Variantenfahrer am häufigsten betroffen

„Das typische Lawinenopfer ist heute der Erholung suchende Hobbysportler" sagt Michael Larcher, Bergführer und Lawinenexperte im Alpenverein. Nur in extremen Ausnahmefällen sind Menschen auf Straßen, in Siedlungen oder auf Skipisten betroffen. Hier haben Schutzbauten, Gefahrenzonenpläne und das Netzwerk der Lawinenkommissionen einen fast perfekten Schutz vor Lawinen hergestellt.

Dieser hohe Sicherheitsstandard ist im Sportbereich nicht zu schaffen, dennoch sind die Experten im Alpenverein überzeugt, dass die Zahl der Lawinentoten in Österreich deutlich gesenkt werden kann. „Die immer wiederkehrenden Muster bei Lawinenunfällen, die hohe Qualität des Lawinenlageberichtes und die neuen Entscheidungshilfen für Praktiker lassen es realistisch erscheinen, dass wir die Zahl der Toten halbieren können“, sagt Larcher.

 

Lernen für die eigene Sicherheit

Mit der Ausbildungsinitiative SicherAmBerg unternimmt der Alpenverein nun eine neue Anstrengung um jenen, die sich im freien Skiraum bewegen, auch die notwendige Kompetenz zu vermitteln und ein angemessenes Gefahrenbewusstsein zu fördern. Im Rahmen von SicherAmBerg wurden zwei Ausbildungsmodule entwickelt:

 

Der Kurs „Stop or Go"" vermittelt die Grundlagen, um eigenverantwortlich im freien Skiraum unterwegs zu sein. Die Teilnehmer lernen, die Informationen des Lawinenlageberichtes zu interpretieren und auf dieser Basis zu entscheiden. Die vom Schweizer Lawinenpapst Werner Munter entwickelte „Reduktionsmethode" wird dabei in einer sehr einfachen Form vermittelt.



[1] Eine Studie von R. Bässler zur Sportausübung in Österreich nennt für den Bereich Skiwandern/Tourenskifahren 1996 - 487 500 Sportausübende. Bässler gibt für 2001 eine prozentuelle Steigerung um 8% an, das ergibt 520 000 Tourengeher und Skiwanderer. Schreibt man den Trend fort, ergibt sich für 2006 eine Prozentzahl von 8.5% und absolut 552 500 Tourengeher und Skiwanderer. Quelle: Bässler, R. (2002): Trends im Sport: Extremsport und Abenteuersport. In: Sicherheit im Bergland. Jahrbuch 2002. Innsbruck.

 

Notfall Lawine", das zweite Kursangebot, vermittelt effizienten Umgang mit der Notfallausrüstung: LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und Lawinen-Airbag – und die richtige Vorgehensweise am Lawinenkegel inklusive Alarmierung. „Da ein Lawinenunfall immer ein extremes Schockereignis ist, sind dem Chaos Tür und Tor geöffnet“, sagt Larcher. Das Vorgehen nach einem klaren Einsatzschema ist daher enorm wichtig. Alle Teilnehmer sollen nach dem Praxisteil in der Lage sein, einen Verschütteten rasch zu orten und zu bergen.

 

„Auch wenn der Schwerpunkt jeder Ausbildung immer in der Vermeidung  von Unfällen liegt, müssen wir uns auch auf den worst case, auf einen Lawinenunfall, vorbereiten. Denn durch effiziente Kameradenhilfe konnten schon viele Leben gerettet werden“, erklärt Larcher abschließend zur Initiative  SicherAmBerg. Dazu  präsentiert der Alpenverein auch zwei neue Booklets, die in sehr kompakter Form und mit großen Bildern Grundlagen vermitteln.

 

SicherAmBerg-Booklets

·         Stop or Go - Risikomanagement auf Skitour

·         Notfall Lawine - Effiziente Hilfe nach einem Lawinenunfall

Preis je Booklet: € 12,- (für Mitglieder € 8,-)
Bestellung:
  www.alpenverein.at/shop


Fotodownload: Alpenverein-Pressearchiv

Rückfragen

Oesterreichischer Alpenverein

Mag. Michael Larcher, Leiter Referat Bergsport, Bergführer, gerichtl. Sachverständiger

0664-8556423, michael.larcher@alpenverein.at

OeAV-Sektion Hall in Tirol, Schulgasse 6, A-6060 Hall in Tirol
Tel.: +43/5223/56 209, Fax: +43/5223/56 022
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