Der Boulder-Weltcup des Alpenverein Hall im Salzlager hielt
alles, was er versprach, zwei österreichische Siege, für Stöhr und Fischhuber,
3.500 begeisterte Zuschauer bei allen Bewerben, fantastische Sportstimmung. Trotz internationaler Spitzenbesetzung konnten Anna Stöhr
und Kilian Fischhuber in eindrucksvoller Manier die ersten Weltcup-Siege nach
Österreich holen.
Von acht österreichischen Starterinnen konnten diesmal
gleich vier bis ins Semifinale bouldern. Allen voran schien sich Katharina
Saurwein mit dem vierten Qualifikations-Platz als Finalteilnehmerin zu
empfehlen. Aber wie so oft kam es anders, als man denkt: Die Innsbruckerin
konnte ihre Leistung vom Vortag im Halbfinale leider nicht mehr wiederholen,
und musste sich mit dem 12. Platz aus dem Bewerb verabschieden. „Mir ist heute
nichts aufgegangen! Ich hatte einfach keinen guten Tag“, so Saurwein
enttäuscht.
Genau andersrum lief es bei Lokalmatadorin Anna Stöhr: In
der Qualifikations-Runde spielten ihre Nerven nicht ganz mit, und so konnte
sich die Rumerin mit vielen Wiederholungen gerade mal auf den elften Platz
vorkämpfen. Im Halbfinale aber wirkte die amtierende Weltmeisterin wie
ausgewechselt. Die Boulder-Probleme, an denen ihre Mitkämpferinnen scheiterten,
meisterte die 19-Jährige in wahrer Weltmeister-Manier. Boulder für Boulder
schien Stöhr immer mehr über sich hinaus zu wachsen und am Ende sicherte sie
mit einer eindrucksvollen Leistung den ersten Weltcupsieg in dieser Saison. „Am
Anfang war ich schön etwas nervös, aber mit diesem Publikum und dieser Stimmung
konnte ich ja nur mehr gewinnen!“ strahlte die Rumerin.
Einen weiteren großen Erfolg für Österreich konnte
Nachwuchs-Athletin Johanna Ernst verbuchen. Die erst 15-Jährige kletterte bei
ihrem Weltcup-Debüt bis ins Finale, und belegte abschließend den hervorragenden
sechsten Platz. Mit dem 14. Platz komplettierte Barbara Bacher ein
hervorragendes Resultat bei den Damen.
Schwerkraft-Gesetzesbrecher Kilian Fischhuber
Vor ihm scheinen sich die physikalischen Regeln der
Schwerkraft einfach zu beugen. Kilian Fischhuber widersetzte sich beim
Boulder-Weltcup jeglichem Gravitations-Gesetz und bewies, dass er auch heuer
wieder in einer eigenen Liga bouldern will. Der Vorjahres-Gesamtweltcupsieger
verteidigte in Hall seinen Vorjahressieg und versichte der Boulder-Welt, dass
er noch lange nicht genug hat. In eindrucksvoller Manier kletterte Kilian
Fischhuber beinahe jeden Boulder bis zum Top-Griff durch und holte damit auch
bei den Herren den ersten Weltcup-Sieg nach Österreich.
Pechvogel David Lama
„Die Form passt! Aber dieser eine Boulder,…!“ ärgerte sich
David Lama. Der 17-Jährige durfte am zweiten Tag nur mehr als Zuschauer beim
Boulder-Weltcup in Hall anwesend sein. Dabei versprach seine Kletter-Leistung
um einiges mehr. Bei einem der Qualifikations-Boulder hatte David einen Griff
übersehen, und brauchte deshalb unnötig viele Versuche bis er diesen Boulder
auf andere eindrucksvolle Art und Weise bewältigen konnte. Einen Versuch
weniger und David hätte am vergangenen Samstag noch um einen Final-Platz
mitbouldern können. „Enttäuscht bin ich schon. Aber die Form passt vom Gefühl
her und ich hoffe, dass es bei den kommenden Weltcups besser klappt!“ meinte
Lama.
Talentprobe für Jungstars
Neben Johanna Ernst haben auch einige andere Jung-Stars in
Hall ein erfolgreiches Boulder-Weltcup-Debüt gefeiert. Mitten unter den
weltbesten Vertikal-Athleten durften Jakob Schubert (34.), Kornelius Obleitner
vom AV Hall, (37.), Lechner Mario (65.) und Christian Feistmantl (78.)
erfolgreich Weltcup-Luft schnuppern.
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Alles zum Weltcup: www.salzlager.at
Semifinale mit höchster Spannung
Höchste Spannung beim Semifinale, in dem die vier Tiroler
Mädels Anna Stöhr, Barbara Bacher, Katharina Saurwein und Johanna Ernst mit den
anderen 16 Kletterinnen um den Einzug ins Finale kämpften.
800 begeisterte Zuschauer, immer wieder angefeuert von ORF
Sportreporter und Moderator Peter Jungmann, verfolgten das spannende
Semifinale, in dem die Kletter/innen vier Boulder zu bewältigen hatten.
Ein echt familiäres Kletterfest und Bombenstimmung bei
diesem Kletter-Marathon.
Sicher im Finaleinzug Boulder-Weltmeisterin Anna Stöhr und
die große Überraschung die erst 16-jährige Johanna Ernst aus Birgitz, die bei
ihrem ersten Antreten im Weltcup gleich den Finaleinzug geschafft hat.
Bei den Herren sicher dabei Kilian Fischhuber, der Weltcup-Gesamtsieger.
Viertelfinale
In einem wahren Kletter-Marathon wurden am Freitag beim 3.
Haller Boulder-Weltcup die 20 Kletterer/innen für das Semifinale am Samstag
ermittelt. Nach dreizehnstündigem Klettern standen bei den Damen und Herren die
20 Besten fest, die am Samstag im Semifinale um den Einzug ins Finale klettern.
Erfreulich aus Tiroler Sicht: Bei den Damen sind unter den 20 gleich vier
Tirolerinnen: Boulder-Weltmeisterin Anna Stöhr, Katharina Sauerwein, Barbara
Bacher und Johanna Ernst.
Bei den Herren vertritt Kilian Fischhuber,
Gesamtweltcupsieger und Sieger des Haller Weltcups 2007, als Wahltiroler die
Tiroler Farben.
Über sieben Stunden dauerte das Herren-Viertelfinale mit den
weltbesten Kletterern. David Lama scheiterte knapp, ebenso der Haller Cornelius
Obleitner.
Bombenstimmung herrschte bei der Boulderbewältigung von
David Lama und Kilian Fischhuber, der souverän ins Semifinale einzig.
Die zahlreichen Besucher/innen wurden von Kletter-Trainer
Reini Scherer als Moderator besten informiert und zum Anfeuern motiviert.
Fischhuber glänzt beim Weltcup in Hall
Qualifikations-Boulder warfen David Lama ab! Saurwein,
Stöhr, Ernst, B. Bacher im Damen-Halbfinale
Österr. Wettkletter Verband ÖWK - Es wollte nicht sein! Vier
Stunden musste David Lama in der Isolationszone darauf warten endlich
sein Können an der Kletterwand unter Beweis zu stellen. Doch schon der erste
Boulder meinte es nicht gut mit dem 17-Jährigen,… Zu oft wurde der Athlet von
den Bouldern beim Weltcup in Hall abgeworfen. Lama benötigte einige Versuche
bis es ihm gelang seinen Weg zu den Top-Griffen zu bahnen, aber leider langte
diese Leistung nur für den 23. Platz im Qualifikations-Durchgang. David Lama
schied damit frühzeitig damit aus dem Bewerb aus.
Ganz anders erging es Kilian Fischhuber mit den Problemen in
der Vertikalen. Der Boulder-Gesamtweltcup-Gewinner des Vorjahres meisterte in souveräner
Manier einen Boulder nach dem anderen, und musste sich im
Qualifikations-Durchgang nur dem Russen Sharafutdinov Dmitry geschlagen geben. Fischhuber
bleibt damit als einziger Österreicher im Herrenbewerb und startet am Samstag ab
13 Uhr ins Halbfinale beim Weltcup in Hall.
Presseberichte
ÖWK / tirol4you - Ein Verletzungs-Comeback, eine
Weltmeisterin, die sich beweisen will und ein junges Energiebündel als
Überraschungs-Joker! Der Boulder-Weltcup in Hall verspricht neue Maßstäbe zu
setzen. Nicht nur bei den Teilnehmern (wo mit 145 Startern bereist ein neuer
Rekord zu verbuchen ist) rechnen die Veranstalter mit einem vollen Erfolg. Nein
auch bei den Zuschauern, will man bei freiem Eintritt punkten.
Sie sind die Gipfelstürmer unter den weltbesten Kletterern. Österreichs
Kletter-Asse haben in den vergangenen Jahren ihr Land an die Spitze der
internationalen Kletterwelt gestellt. In kaum einer anderen Sportart kann
Österreich solche Erfolge vorzeigen - und die Helden aus der Vertikalen haben
noch lange nicht genug.
Die Akkus sind wieder voll aufgeladen und die heimischen Kletterer wollen auch
in dieser Saison möglichst hoch hinaus. Vor dem ersten Weltcup-Bewerb laufen
die Gerüchte heiß: Werden die Favoriten aus Österreich ihrem Ruf gerecht, oder
gibt es auf heimischen Kletterwänden eine böse Überraschung für die
Vorzeige-Athleten. Neben einer Rekord-Teilnehmerzahl von 145 Startern aus 22
Nationen, werden beim Boulder-Weltcup in Hall (18. und 19. April) auch neue
Maßstäbe für die kommende Saison erwartet. Aber sind die Kletterer bereit für
diese Herausforderung?
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