Zwei Tage vor Beginn des Kletter-Weltcups-Bouldern im Haller Salzlager kommt vom Bundeskanzleramt/Sport die Absage für eine bescheidene finanzielle Unterstützung dieser hochkarätig besetzten Sportveranstaltung (im Vorjahr 2.000 €). Das Sport-Staatssekretariat teilt lakonisch mit, dass nur die Erstveranstaltung subventioniert wird.
An der Spitze der Förderungen stünden olympische Sportarten, hatte Staatssekretär Lopatka kürzlich gesagt (TT 21.4.07). Ein Bob-WC müsse wieder nach Tirol. „Es gibt weltweit nur sieben Kletter-Weltcups Bouldern, wir müssen uns gewaltig anstrengen, um diesen einen Weltcup in Hall terminlich für die Zukunft zu sichern“, sagt Tirols OeAV-Vorsitzender Gerald Aichner. „Wir werden alles daran setzen, dass Klettern olympisch wird. Österreich hat die besten Kletterer bei Damen und Herren weltweit und die besten Kletterwände.“
Der Oesterr. Alpenverein und der OeAV-Hall investieren über 100.000 € in diese Veranstaltung und in eine eigene neue Kletterwand für diesen Weltcup in Hall, die nun allen Sektionen in Österreich zur Verfügung steht. „Ohne Unterstützung von Land und Bund wird aber Klettern nie olympisch werden. Sportklettern ist aber bereits heute bei der Jugend die beliebteste Sportart, vor Fußball und Skilauf“. Mit der Absage durch den Bund werde auch das ehrenamtliche Engagement der Sportvereine und deren Funktionäre für den Breiten- und Jugendsport nicht gerade anerkannt, kritisiert Aichner.
Beim Kletter Weltcup Bouldern am 27. und 28. April im Salzlager Hall klettern 37 Damen und 64 Herren aus 22 Nationen um den Sieg. (www.salzlager.at)