2011-laut Vereinter Nationen offizielles, internationales Jahr des
Waldes und Grund genug für 20 naturbegeisterte Freiwillige ihre Arbeitskraft
dem Schutzwald und seiner Verjüngung zur Verfügung zu stellen.
Zum bereits dritten Mal fand in der Asten, Mölltal/Kärnten eine vom
Österreichischen Alpenverein (ÖAV) und dem Service Civil International (SCI)
unterstützte, zweiwöchige Umweltbaustelle statt. Zwanzig Personen im Alter von
16 bis 29 Jahren aus den verschiedensten Ländern -Schweden, Frankreich,
Österreich, Polen, Spanien, Litauen, Deutschland, Serbien, Belgien und
Großbritannien- nahmen an dem Projekt vom 17. bis 30. August 2011
teil. Das Ziel war es einen Wildzaun zu
errichten, bereits stehende zu reparieren und junge Bäume zu pflegen um so der
Verjüngung des Waldes ein wenig unter die Zweige (Arme) zu greifen.
Die Schutzfunktion des Waldes ist
in dieser Gegend besonders wichtig. Nur ein gesunder Wald bewahrt die
Bevölkerung und ihre Bauernhöfe und Häuser vor Lawinen- und Murenabgängen.
Aufgabe der Freiwilligen war es junge Bäume von Konkurrenzvegetation, also
Pflanzen, die ihnen Licht und Nährstoffe streitig machen, zu befreien. Dazu
wurden Sicheln in die Hände genommen und auf steilen Hängen gearbeitet.
Zusätzlich wurden alle Bäume unter 2m Höhe mit einer rosa Paste an der Spitze
angestrichen um sie so vor dem Wild zu schützen. Diese Paste verdirbt dem Wild
den Appetit auf die saftigen Knospen der Jungbäume. Vor allem im Winter, wo
eine Futterknappheit herrscht und sie durch den Schnee höher an einen Baum
heran gelangen, ist dies wichtig. Ist einmal die oberste Spitze eines Baumes
angeknabbert so kann er nicht mehr gerade weiterwachsen, verliert in den
Jahren, wo er eine Ersatzspitze bilden muss wertvolle Zeit in die Höhe zu
wachsen und ist dadurch weniger konkurrenzfähig. In all diesen Fällen geht es
immer nur um Licht und Nährstoffe.
Bei einer neu geschlägerten
Fläche konnte mit vollem Eifer, viel Spaß und einigen Schweißtropfen ein 350m
langer Wildzaun errichtet werden. Hier soll Naturverjüngung über die nächsten
Jahre aufkommen und in einigen Jahrzehnten einen neuen Schutzwald bilden.
Manfred Lercher, Obmann der Agrargemeinschaft
Asten hält die Arbeit der Freiwilligen für unerlässlich:“ Die Pflegemaßnahmen
können nur im Team durchgeführt werden. Die Waldbesitzer sind dafür einfach zu
wenig.“
Damit die zwei Wochen nicht nur
in Arbeit ausarteten, gab es genügend Freizeitaktivitäten. Es wurden Berge
erklommen, Polka getanzt, neue Spiele ausgetauscht und pädagogisch das Wissen
über den Wald erweitert. Der interkulturelle Austausch kommt wie der Spaßfaktor
an erster Stelle. Immerhin will man als Organisator einer solchen
Umweltbaustelle, dass die gemeinsam erlebte Zeit in der Natur mit Menschen
verschiedener Herkunft eine wertvolle Erinnerung bleibt.
MERKEN: Für 2012 sind bereits
tolle Umweltbaustellen und Bergwaldprojekte geplant und ab Februar kann man
sich über die Alpenvereinshomepage
www.alpenverein.at anmelden.
Anna-Sophie Pirtscher

Berg Heil!
Jugendliche aus vieler Herren Länder lebten und arbeiteten zusammen für unser aller Umwelt. Das ist nicht nur gut, sondern macht auch Spaß und glücklich.