Oesterreichischer Alpenverein
Sektion
Grosskirchheim-Heiligenblut

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Das Astner Moos, ein gechütztes Naturdenkmal.
Wasser ist Leben; das wird dem stillen, ehrfürchtigen  Betrachter am Astner Moos deutlich.
Natur pur- nicht viele Gewässer mehr dürfen ihren eigenen Weg ins Tal und weiter ins Meer finden.
Diese informative Schautafel finden Sie entlang des Rundweges.
Das Astner Moos - ein Fest der Sinne


Das Astner Moos ist ein Niedermoor, das aus einem aufgestauten See entstand, der im Laufe der Zeit verlandete.

Das Moor ist 1 km lang und 50 – 80 m breit, durchflossen vom Astenbach in 1 – 2 m breiten  Määndern.

Das Moos ist bekannt für die vielseitige Fauna und Flora und dem

österreichweit einzigartigen Vorkommen der Blauweide.

 

Unsere Alpenvereinssektion hat im Rahmen von „Kärnten wasserreich“ den oberen Teil des Astenbaches gepachtet und wir sind mit unserem Mitglied Andrea Trinko

auch Schutzbeauftragte.


Im Frühjahr 2011 wurde dem Astner Bach am Astner Moos in vielen Arbeitsstunden sein ursprüngliches Bachbett
wiedergegeben. Diese Arbeit inspirierte Andrea Trinko zu folgenden meditativen Gedanken über den "Kraftort" Astner Moos:


Im Sommer ist dieser Ort nicht ganz so weltvergessen wie den Rest des Jahres, denn da gibt es den meisten Besuch.  Manche Tagesausflügler, dann die Kinder der Bergferien aus dem Sadnighaus, einige Wanderer auf langen Routen, aber auch Spaziergänger, die nur die flache Runde im Moos gehen wollen.

Und doch liegt das Astner Moos zu dieser Jahreszeit besonders unbekümmert im Schluss des hinteren Astentales. Das frische Grün der hohen und altehrwürdigen Lärchen kaschiert die Steilheit des darüber liegenden Nordhanges und man möchte kaum glauben, dass hier im Winter die Lawinen die armen Bäume arg biegen, manchmal auch brechen oder entwurzeln. Nur wer genau hinsieht, erkennt die von der Last des Schnees verbogenen Baumstämme.

Darunter stehen friedlich und stoisch die Mutterkühe, für die das saftige Gras neben dem Mäander des Astenbaches die tägliche und köstliche Mahlzeit bietet. Kaum etwas scheint sie erschüttern zu können. Die entzückenden jungen Kälber, die oft problemlos ohne menschliche Hilfe zur Welt kommen, bilden meist eine Gruppe, liegen beieinander oder tollen mitsammen herum. Der Kuhkindergarten ist für die Mütter leichter zu beaufsichtigen – dumm ist das nicht!




Der liebevoll angelegte Rundweg dieses Naturdenkmals informiert den Wanderer an einigen Stationen über das, was zu sehen, aber vielleicht doch nicht so leicht zu erkennen ist. Wer sich die lohnende Mühe macht, den kleinen Naturführer über das Moos zu studieren, der wird sich wundern, welche seltenen Schätze hier zu finden sind. Die Blauweide kommt nur an ganz wenigen Orten vor und die Wasseramsel lernt tauchen, bevor sie fliegen kann. Die Natur kann einen hier in Staunen und Ehrfurcht versetzen. Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen und die Augen wie auch alle anderen Sinne öffnen.

Unruhe kann hier eigentlich nur aufkommen, wenn ein Sommergewitter herein kracht. Dann wird es etwas ungemütlich, das Vieh und auch die Wildtiere flüchten unter die Bäume und die Kleineren verkriechen sich in ihren Höhlen oder im Unterholz. Heraus kommen nur die Kröten und Frösche, die mögen es feucht. Auch an den Fischen geht das Unwetter nicht spurlos vorbei, denn der Astenbach wird schlammig braun und schwillt an. Im Trüben und bei starker Strömung schwimmt es sich nicht so bequem wie im ruhigen und klaren Wasser in Trinkqualität.

Aber so ein Wetter dauert nicht lang. Die Menschen haben es am besten, die essen in der trockenen Stube zwei Stück Kuchen und warten, bis es wieder heller wird. Wenn es so weit ist, können auch die Rinder ihre Baumschirme wieder verlassen und ihre Mahlzeit im Moos fortsetzen. Genau so unbekümmert wie zuvor.



 

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