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Bouldercup in Imst am 19.1.13 (Bouldercup in Imst am 19.1.13)

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Bouldercup in Imst am 19.1.13

Zum Jahresauftakt veranstaltete der Alpenverein Imst-Oberland am 19. Jänner im Klettersportzentrum Imst einen Boulder-Bewerb. 97 hochmotivierte Teilnehmer(innen) gingen in den Klassen Mini (2004–2006), Kinder (2002–2003) und Schüler(innen) (2000–2001) an den Start. Dabei mussten acht Farb-Boulder in der Boulder-Arena und ein Quergang-Boulder (Traverse) der Extraklasse bewältigt werden!

Bouldern ist das Klettern ohne Kletterseil und Klettergurt an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe. Seit den 1970er Jahren ist das Bouldern eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat vor allem seit den 1990er Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Im Gegensatz zum Bouldern an natürlichem Fels sind innerhalb von Boulder-Hallen weiche Matten auf dem Boden verlegt um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten. In den Hallen erfolgt die Bewertung einer Route zumeist durch Grifffarben oder an den Griffen angebrachte Farbkärtchen. Jeder Boulder ist durch seine Startgriffe definiert: R (rechts), L (links) und T (Top). In der Regel hat ein Boulder-Gang vier bis acht Griffe, es gibt aber auch Routen welche lediglich aus einem Start- sowie Top-Griff bestehen.

In Imst war das Ziel dieser Disziplin, acht Farb-Boulder mit verschiedenen Schwierigkeitsrouten in 2,5 Stunden und mit möglichst wenigen Versuchen Top, also zum Ende einer Route, zu klettern. Dabei kam schon mal Hektik auf, weil die Kids mit einem Laufzettel in der Hand von einem Boulder-Abschnitt  zum nächsten eilten, sich hinter den anderen Startern anstellen und abwarten mussten, bis sie an der Reihe waren, um Top klettern zu dürfen. Wurde der Gang an der Boulder-Wand verpatzt, so musste man sich nochmals anstellen, wiederum abwarten und alle Kräfte neu mobilisieren.

In einem Boulder-Quergang, auch Traverse genannt, wird nicht senkrecht nach oben geklettert, sondern von links nach rechts (oder umgekehrt) traversiert. Der Boulderer ist auch hier ohne Sicherung und in Absprunghöhe über dem Boden unterwegs. Solche Boulder-Quergänge können sehr lang sein.

Die Veranstalter im Oberland haben sich bei der Traverse durch die ganze Kletterhalle Hindernisse und spezielle Schwierigkeiten einfallen lassen, die es zu überwinden galt. Dabei mussten die Teilnehmer unter einem Tisch durchklettern, Ecken bezwingen, die Griffe unter einem Luftballon-Vorhang ertasten, sich flink in einem Spinnennetz aus Seilen bewegen, an einer waagrechten Leiter entlang hangeln und sich geschickt wieder auf die Kletterwand zurücktasten um den Top-Griff 3 Sekunden lang festzuhalten und abzusteigen. Der Spaß dabei kam nicht zu kurz! Für den Boulder-Quergang war eine Zeit von 8 Minuten festgesetzt. Die Kletterer starteten in einem Intervall von 2 Minuten. Bei Berührung  des Vorgängers(in) musste dieser den Abschnitt an Ort und Stelle beenden. Für alle absolvierten Bereiche an der Traverse konnten Punkte gesammelt werden. Im Idealfall wurde der Quergang ohne Absprung bis zum Top 9 durchgezogen.

Diese Herausforderungen waren Grund genug für die vier Mayr-Kinder um sich auf den Weg nach Imst zu machen und ihre Form im Bouldern unter Beweis zu stellen. Ayleen, Josef-Leon, Lea-Celina und Marie- Christine waren an diesem Tag wirklich gut drauf. Das Quartett musste zwar um jeden Griff kämpfen, aber sie kletterten bis die Finger schmerzten und die Kletterausrüstung mit Magnesium bedeckt war.

Ayleen sorgte bei der Traverse unbewusst für eine Showeinlage, weil sie sich als einzige von den ganzen Teilnehmern die Sprossenleiter rückwärts vornahm, um bis zum Top 9 zu gelangen. Nach dem Qualifikationsdurchgang der Minis lag Ayleen gemeinsam mit 6 weiteren Kindern auf Platz eins, alle sind sie 9 Mal Top geklettert. Im Finaldurchgang belegte die Kleinste der Mayrs Platz 7 von 15 Startern in ihrer Klasse. Ein tolles Ergebnis erzielte auch Lea-Celina. Sie errang am Ende Platz 8 von 29 gestarteten Kindern. Josef-Leon konnte sich ebenfalls auf einen guten 8ten Platz vorarbeiten und 3 Mitstreiter hinter sich lassen. Marie-Christines Ranking der 2 Disziplinen war ein 13ter Platz von 15 Schülerinnen.

Der Lohn für die 3 Erstplatzierten war ein schöner Pokal und jeder Boulderer bekam einen netten Sachpreis geschenkt.

Resümee: Es war ein wirklich super organisiertes Wettkampf-Klettern in Imst, das überaus fair und zügig vonstattenging. Ein Lob dem Veranstalter! 

Fotos findest du in der Galerie.

 
 
 

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